Urlaubsgeld berechnen: So wird es gemacht

Viele Arbeitnehmer erhalten neben dem Weihnachtsgeld auch Urlaubsgeld. Doch um das Urlaubsgeld zu berechnen, muss einiges beachtet werden.


Um sein Urlaubsgeld auszurechnen, müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Urlaubsgeld ist ein Zuschuss des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, der zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt wird. Es soll helfen, Kosten zu decken, die während des Urlaubes, beispielsweise bei einer Auslandsreise, anfallen. Ob und in welcher Höhe dieser Zuschuss ausgezahlt werden soll, ist gesetzlich nicht geregelt. Deshalb einigen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber meist im Arbeits- oder Tarifvertrag oder in den Betriebsvereinbarungen über diese Fragen.

Der Beruf und die Betriebszugehörigkeit als Faktoren

  • Viele Betriebe nehmen als Richtwert ein Monatsgehalt, wenn sie das Urlaubsgeld ausrechnen. Andere Faktoren, die eine Rolle spielen, sind zum Beispiel der Familienstand, die Anzahl der Kinder, der Standort, die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder die Arbeitszeit. Das Urlaubsgeld wird häufig im Mai oder Juni zusammen mit dem Gehalt überwiesen.
  • Wie viel Urlaubsgeld man erhält, hängt stark vom jeweiligen Beruf ab. Während Landwirte oder Arbeiter im Steinkohleabbau durchschnittlich ungefähr 200 Euro Urlaubsgeld bekommen, sieht dies bei Mitarbeitern in der Metallbranche mit 1.500 Euro ganz anders aus.

Urlaubsgeld berechnen: Die Berücksichtigung des Arbeitsvertrages

  • Mit dem Beruf als Faktor geht logischerweise auch das Gehalt als Anhaltspunkt einher. In vielen Betrieben ist es üblich ein zusätzliches Monatsgehalt als Urlaubsgeld zur Verfügung zu stellen. Doch je nach den Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Vertrag kann dies auch deutlich mehr oder deutlich weniger sein.
  • Ebenso wird die Betriebszugehörigkeit in manchen Verträgen nicht beachtet und in anderen als Grund für mehr Urlaubsgeld angesehen. Beispielsweise kann es nach den Jahren der Betriebszugehörigkeit gestaffelt sein.

Der Familienstand, die Anzahl der Kinder und der Standort als Faktoren

  • Genau wie die Betriebszugehörigkeit ist auch der Familienstand für manche Arbeitgeber ein Anhaltspunkt um das Urlaubsgeld zu berechnen. In einigen Verträgen ist festgelegt, dass Verheiratete mehr erhalten als Alleinstehende. Da es für viele Arbeitgeber wichtig ist Familien mit Kindern zu unterstützen, zahlen sie den Arbeitnehmern mit Kindern mehr Urlaubsgeld als kinderlosen Arbeitnehmern. Auch hier kann das Geld nach Anzahl der Kinder gestaffelt sein.
  • Ein weiterer bedeutender Faktor ist der Standort des Betriebs. In Ostdeutschland bekommen die Arbeitnehmer allgemein weniger Urlaubsgeld als in Westdeutschland. Was jedoch mit den unterschiedlichen Lohnhöhen zusammenhängt. Will man das Urlaubsgeld ausrechnen, so bleibt es immer eine Frage, welche der Faktoren im jeweiligen Vertrag beachtet wurden.