Ursache und Behandlung von Keuchhusten bei Erwachsenen

Auch in der heutigen Zeit ist Keuchhusten bei Erwachsenen nicht zu unterschätzen. Um gegen ihn gewappnet zu sein, ist es ratsam zu wissen, wie sich diese Infektion in ihrem Verlauf äußert.


Die Infektion des Keuchhustens wird durch das Bakterium Bordetella pertussis hervorgerufen. Für Keuchhusten bei Erwachsenen besteht keine Impfpflicht , weshalb dieser schnell epidemische Ausmaße annehmen kann – besonders, da nicht immer erkannt wird, dass es sich um Keuchhusten handelt.

Wie sich ein Keuchhusten äußert

  • Der Keuchhusten beginnt wie eine Grippe. Schon zu diesem Zeitpunkt ist die Erkrankung hochansteckend. Hier lauert die größte Gefahr einer Ausbreitung, da die Infektion oft nicht erkannt wird. Diese Anfangsphase, das erste Stadium, beginnt nach einer Inkubationszeit von 14 Tagen und dauert bis zu zwei Wochen.
  • In der zweiten Phase tritt anfallartiger Husten auf, kombiniert mit hervorgestreckter Zunge und keuchendem Einatmen nach der Hustenattacke. Oft wird Schleim abgehustet, es kann zu Erbrechen kommen. Dieses Stadium dauert zwischen zwei und sechs Wochen.
  • Das Abklingen der Erkrankung wird als Stadium decrementi bezeichnet. Die Hustenanfälle werden seltener und weniger schwer. Diese Phase kann unbehandelt noch einmal bis zu zehn Wochen andauern.

Gefahren, die Keuchhusten bei Erwachsenen birgt

  • Der Husten ist vor allem unangenehm und kräftezehrend. Stellt sich zusätzlich eine Lungenentzündung ein, droht Lebensgefahr.
  • Eine weitere Begleiterscheinung des Keuchhustens ist eine Mittelohrentzündung. Die Erreger haben bei dem vom Keuchhusten geschwächten Immunsystem leichtes Spiel.
  • Bis zu vier Prozent der Erkrankten bekommen Krampfanfälle. Hierbei besteht das Risiko eines Atemstillstandes. Rufen Sie in diesem Fall augenblicklich den Notarzt!
  • Seltener ist eine begleitende Hirnhautentzündung, die jedoch aufgrund ihrer Seltenheit nicht weniger gefährlich ist. Bleibende Schäden sind möglich.

Möglichkeiten dem Keuchhusten zu begegnen

  • Zur Vorbeugung ist es für Erwachsene ratsam, sich impfen zu lassen. Empfohlen wird die Kombination mit einer Tetanusimpfung. Des Weiteren kann der Arzt Antibiotika verschreiben. Gegen die Infektion wirken diese aber nur, wenn sie gleich zu Beginn der Erkrankung verabreicht werden.
  • Quarantäne ist meist das einzig wirksame Mittel, um einer Epidemie entgegenzutreten. Diese sollte sich auf mindestens drei Wochen erstrecken. Zusätzliche Informationen zum Thema finden Sie auf http://www.apotheken-umschau.de/Keuchhusten.
  • Gegen Husten und Lungenentzündung helfen, bei leichtem Verlauf, bekannte Maßnahmen wie Inhalieren sowie hustenstillende Mittel. Auch homöopathische Mittel wie Arnika können Erleichterung bringen. Gegen die Ohrenschmerzen anzugehen gestaltet sich schwieriger. Der Arzt wird ein Antibiotikum verschreiben, je nach Schweregrad kann Arnika auch hier den Verlauf günstig beeinflussen.
  • Um aufkommende Panik bei Krampanfällen  zu verringern, helfen die homöopathischen Notfalltropfen "Rescue". Auch die Pharmazie hält Präparate bereit, die Panikanfälle lindern oder beseitigen, jene gibt es jedoch nur auf Rezept.