Ursachen für Erektionsstörungen

Erektionsstörungen können die verschiedensten körperlichen aber auch psychischen Ursachen haben.


Erektionsstörungen sind fast das Schlimmste, was einem Mann passieren kann. Er fühlt sich schwach, unzulänglich und hat Angst erneut zu versagen. Das Gespräch mit der Partnerin fällt schwer, der Gang zum Arzt sogar noch mehr. Ist sie aber kein Einzelfall, sollte herausgefunden werden, welche Ursachen verantwortlich sind. Denn Erektionsstörungen sind in den seltensten Fällen dauerhaft.

Körperliche Ursachen
Organische Ursachen lassen sich mithilfe der geeigneten Diagnosegeräte und -tests relativ leicht herausfinden und beheben. Man unterscheidet vier verschiedene Ursachenkomplexe:

  • Störungen bei Durchblutung (vaskulär)
  • Schädigungen im Nervensystem (neurogen)
  • Hormonstörungen (endokrin)
  • Schädigungen des Schwellkörpers (kavernös)

Körperliche Ursachen führen besonders bei älteren Männern ab 50 zu Erektionsproblemen. Neben Erkrankungen der Blutgefäße können auch chronische Krankheiten (Diabetes), Rückenprobleme, etwa durch einen Bandscheibenvorfall, vorangegangene Operationen im Beckenbereich, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Drogenmissbrauch für die Beschwerden verantwortlich gemacht werden.

Psychische Ursachen
Wenn alle organischen Ursachen ausgeschlossen sind, heißt es oft, dass die Psyche Schuld hat, wenn es im Schlafzimmer nicht mehr klappt. Äußert der behandelnde Arzt diese Diagnose, fühlen sich die betroffenen Männer unnormal und noch unzulänglicher als zuvor. Oft kommt es auch zu einer Wechselwirkung. Eine ursprünglich rein körperlich bedingte erektile Dysfunktion kann auch zu psychischen Problemen führen, die anhalten, wenn der Körper längst wieder gesund ist. Es entsteht ein Teuefelskreis, aus dem die Betroffenen nur schwer wieder herauskommen.
Vor allem jüngere Männer unter 35 leiden unter psychisch bedingten Erektionsstörungen (psychogene erektile Dysfunktion). Die Ursachen sind dabei so vielfältig wie individuell.
Schon Probleme in der Partnerschaft können zu Beschwerden führen. Wenn die Nähe fehlt, Routine eingekehrt ist und ständig gestritten wird, leidet das Selbstbewusstsein. Weitere mögliche psychische Ursachen:

  • psychische Krankheiten (Depressionen)
  • Versagensängste
  • traumatische sexuelle Erfahrungen
  • Stress
  • finanzielle Probleme
  • Mobbing
  • ungeklärte sexuelle Orientierung

Ungesunder Lebenswandel
Auch ein ungesunder Lebenswandel kann dafür verantwortlich sein, dass es nicht mehr klappt mit der Erektion. Hoher Nikotingenuss, viel Alkohol, fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel und illegale Drogen können Erektionsstörungen hervorrufen. Lebt man lange Zeit sehr ungesund, führt dieser Lebensstil auch zu körperlichen Veränderungen wie Übergewicht, hohem Blutdruck und Herz-Kreislaufproblemen, die ihren Teil dazu beitragen, dass nichts mehr geht.

Arzt kann weiterhelfen
Bevor Sie jetzt gleich zur blauen Wunderpille greifen, sollten Sie lieber einen Termin mit Ihrem Urologen vereinbaren. Dieser kann alle körperlichen Ursachen ausschließen und auch die psychische Komponente abklären. Da man heute davon ausgeht, dass Erektionsstörungen immer mehrere Ursachen haben, kann so eine Therapie schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber nutzen Sie diese Zeit, um wieder zu sich selbst und Ihrer Stärke zurückzufinden.