Ursachen von Eisenmangel - In der Schwangerschaft gefährdet

Die Ursachen von Eisenmangel können verschiedenster Herkunft sein. Frauen, die während ihrer Regelblutung viel Blut verlieren oder Vegetarier mit ihrem Verzicht auf Fleisch sind besonders gefährdet, AUch in der Schwangerschaft sollte auf Eisen geachtet werden.


Eisen ist als Bestandteil der roten Blutkörperchen (Hämoglobin) eines der wichtigsten Spurenelemente für den menschlichen Körper. Durch die Haut und tägliche Ausscheidungen geht jedoch Eisen verloren. Bei normaler Ernährung und Lebensweise stellt dieser Verlust kein Problem dar, doch es gibt Menschen, die von Eisenmangel stärker betroffen sein können als andere.

Risikogruppe Vegetarier
Vegetarier müssen durch den Verzicht auf Fleischprodukte besonders auf eine eisenreiche Ernährung achten. Der tägliche Eisenbedarf kann zwar auch durch pflanzliche Lebensmittel gedeckt werden, jedoch bestehen Unterschiede bei der Verfügbarkeit der jeweiligen Eisenreserven. Phosphate und Gerbstoffe können die Aufnahme des Eisens in den Körper verhindern. Da diese Stoffe auch in Getränken wie Kaffee, Tee, Limonade oder koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken vorhanden sind, besteht bei übermäßigem Konsum ebenfalls ein Risiko für Eisenmangel.

Blutverlust durch Regelblutung
Blutverlust – durch Menstruationsblutungen bei Frauen, eine Blutspende, innere und äußere Verletzungen hervorgerufen kann ebenfalls einen kurzfristigen Eisenmangel erzeugen. Frauen, die starke Menstruationsblutungen haben, können auf Dauer den Eisenverlust nicht durch ihre normale Ernährung ausgleichen. 

Hoher Eisenbedarf bei Schwangerenschaft/stillenden Müttern
Bei schwangeren Frauen und stillenden Müttern ist durch das Wachstum des Fötus beziehungsweise die Milchproduktion der Eisenbedarf erhöht. Über die Muttermilch wird Eisen an den Säugling abgegeben, dementsprechend muss auf eisenreiche Ernährung geachtet werden. Da Kuhmilch eisenärmer ist als Muttermilch, ist das Abstillen keine Alternative. Sollten jedoch Probleme beim Stillen auftreten, etwa entzündete Brustwarzen oder ein Milchstau, so muss beim Abstillen und der alternativen Ernährung des Säuglings auf eine ausreichende Eisenzufuhr geachtet werden. Auch Kinder im Wachstum, speziell in der Pubertät, benötigen viel Eisen.

Körperliche Ursachen
Eisenmangel kann auch organische Ursachen haben. Nach der operativen Entfernung von Teilen des Magens oder des Darms, etwa wegen eines Geschwürs oder eines Tumors, kann die natürliche Eisenaufnahme stark reduziert sein. Auch chronische Darmkrankheiten, wie die Entzündungskrankheit Morbus Crohn können die Eisenaufnahme in den Körper behindern. Bei der Diagnose Eisenarmut besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Bei einem Entzündungsschub kann die Entzündung selbst Ursache für den Eisenmangel im Blut sein, obwohl genug Eisen im Körper vorhanden ist. Eine zusätzliche Eisengabe ist in diesem Fall unbedingt zu vermeiden, da die Entzündung durch zusätzliches Eisen verstärkt werden kann. Durch Test auf Ferritin, ein Eiweiß zur Speicherung von Eisenionen, kann dieser Verwechslung vorgebeugt werden.

Wie viel Eisen brauche ich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in allgemeinen Richtlinien feste Werte für die tägliche Eisenzufuhr empfohlen. Diese variieren stark nach dem unterschiedlichen Bedarf einzelner Personengruppen. So liegt die empfohlene Tagesmenge an Eisen bei Kindern zwischen sechs und zwölf Milligramm, bei gesunden Männern 12 bis 15 Milligramm, bei menstruierenden Frauen 20 Milligramm und bei Schwangeren 30 Milligramm.