Verbeamtung als Amtsarzt – Voraussetzungen und Ablauf

Der Weg zur Verbeamtung als Amtsarzt kann lang sein, aber er lohnt sich allemal, wird doch danach ein krisensicherer Arbeitsplatz geboten.


Um Amtsarzt zu werden, bedarf es der gleichen medizinischen Ausbildung wie der des Krankenhausarztes oder des niedergelassenen Arztes. Sie führt über das Abitur mit Numerus Clausus, um einen Studienplatz zu erhalten. Sollte der Numerus Clausus nicht erfüllt sein, kann ein Auswahlgespräch zum „hochschulinternen Auswahlverfahren“ führen. Die Immatrikulation ist also der erste Schritt zur Verbeamtung als Amtsarzt.

 

 

Nachdem die erste Hürde genommen ist

  • Es folgt das Medizinstudium mit mindestens 13 Semestern. Diese Anzahl ist Vorgabe der Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO). Dann die Famulatur mit dem anschließenden praktischen Jahr, wofür weitere 48 Wochen veranschlagt werden. Sind das erste und zweite Staatsexamen erreicht, kann nach der letzten Prüfung die staatliche Zulassung zur Ausübung des Arztberufes (Approbation) beantragt werden. Damit wären nun die grundlegenden Voraussetzungen für die Verbeamtung als Amtsarzt geschaffen.
  • Nach dem erfolgreichen Bewerbungsverfahren beginnt nun die fünfjährige Weiterbildung. Die Ausbildungsinhalte werden je nach Bundesland durch die jeweiligen Ärztekammern geregelt, aber es gibt auch staatliche Verordnungen, nach denen die Ausbildung geregelt sein muss. Eine sechsmonatige Ausbildung an einer „Akademie für öffentliches Gesundheitswesen“ gehört in die fünfjährige Ausbildung. Danach führen sie den Titel Fachärztin oder Facharzt für das öffentliche Gesundheitswesen.

 

 

 

Langer Atem ist gefragt

  • Jetzt kann die Bewerbung auf eine freie Stelle als Amtsarzt oder Arzt im öffentlichen Gesundheitswesen beginnen. Stellenanzeigen durchforsten und auf die geeigneten Stellen bewerben. Ist die richtige Stelle gefunden und das Bewerbungsverfahren abgeschlossen, werden Amtsärzte häufig zunächst Angestellte im öffentlichen Dienst. Eine Verbeamtung als Amtsarzt erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Dies geschieht durch Ernennung.
  • Die Ernennung wird im Juristendeutsch als einseitiger, mitwirkungsbedürftiger und formbedingter Verwaltungsakt bezeichnet. Nach der widerspruchslosen Entgegennahme der Ernennungsurkunde ist die Verbeamtung als Amtsarzt vollzogen.
  • Die Voraussetzungen sind vielfältig für die Ernennung. Der Bewerber muss Deutscher im Sinne Artikel 116 des Grundgesetzes sein oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzen.
  • Zudem muss sichergestellt sein, dass er für die freiheitliche demokratische Grundordnung eintritt und für die Beamtenlaufbahn die vorgeschriebene Vorbildung hat. Des Weiteren muss er dienstfähig sein (körperlich, geistig und charakterlich), darf keine Vorstrafen haben und muss in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben.