Verbrennung: Schmerzhafte Verletzung

Eine Verbrennung hat fast jeder von uns schon einmal erlebt. Und jeder kennt die altbewährten Tricks, um sie zu behandeln. Doch sind diese nicht immer richtig.


Haben Sie sich schon einmal am spritzenden Bratfett aus der Pfanne verbrannt? Oder am kochend heißen Wasser verbrüht? Solche Missgeschicke passieren jedem mal und sind nicht weiter schlimm. Was passiert aber bei Verbrennungen? Und welche Sofortmaßnahmen sind angebracht, welche überholt? Bei Verbrennungen und Verbrühungen wird die Haut und manchmal das darunter liegende Gewebe verletzt. Ist es eine schlimmere Verletzung, entstehen Blasen und Rötungen. Nicht nur Feuer löst eine Verbrennung aus. Selbst eine Blase, zum Beispiel am Fuß, ist im Grunde eine Verbrennung. Reibt der Fuß an einen unbequemen Schuh, entsteht Hitze und dadurch „verbrennt“ die Stelle ein wenig. Eine Blase entsteht. Aber auch durch Strom und kochend heißes Wasser können Verbrennungen entstehen.

Brennen wie Feuer – was nun?
Der Instinkt liegt meistens richtig: Hat man sich verbrannt, will man die Wunde sofort kühlen gehen. Man sollte sich aber beeilen, wartet man nur wenige Sekunden zu lang, hat die Kühlung keine Wirkung mehr. Kühlen Sie immer mit kaltem Wasser, Kühlkissen oder Ähnliches lassen Sie für die Erstbehandlung lieber im Schrank. Neuere Studien zeigen außerdem, dass das Wasser nicht zu kalt sein sollte und man auch nicht zu lange kühlen sollte, da dadurch unter anderem die Wundheilung verlangsamt wird. Spätestens nach zehn Minuten sollte man aufhören zu kühlen. Merke: Mehr hilft nicht immer mehr!

Hausmittel oder spezielle Salbe – Finger weg!
Spezielle Salben, Gele oder Puder sollten Sie auf keinen Fall benutzen. Sie schaden mehr, als dass sie zum Heilungsprozess beitragen. Dasselbe gilt für Hausmittel, wie beispielsweise den Trick Mehl und Öl auf die Brandwunde aufzutragen. Statt Linderung feuern Sie so, im wahrsten Sinne des Wortes, die Verletzung nur weiter an. Generell gilt: Lassen Sie die Finger von der Wunde. Öffnen Sie auf keinen Fall entstehende Brandblasen – diese wirken wie ein natürlicher Verband und schützen die Verletzung vor dem Eintritt von Bakterien. Die Brandwunde zu verbinden, ist empfehlenswert. Aber bei tiefer gehenden Verbrennungen ist darauf zu achten, dass das Verbandmaterial nicht verklebend ist. Hier eignen sich insbesondere mit Aluminium bedampfte Verbände.

Verbrennung – was bedeuten die Grade?
Medizinisch werden Verbrennungen in verschiedene Grade unterteilt. Grad 1 hat jeder schon mal erlebt: Die Haut ist gerötet und schmerzt, es entstehen aber keine Blasen. Die Wunde heilt von allein ab. Bei Verbrennungswunden des Grades 2 entstehen Brandblasen, die Wunde ist sehr schmerzhaft. Hier unterscheiden Ärzte zwischen einem roten Blasengrund (Heilung erfolgt von selbst) und einem weißen Blasengrund. Hier wird eine ärztliche Behandlung notwendig. Verbrennungen dritten Grades bedeuten, dass sehr schwere Hautschäden auftreten. Die Haut bildet Fetzen, als Betroffener spürt man keinen Schmerz, weil die Schmerzrezeptoren zerstört worden sind. Bei den schwerwiegendsten Verbrennungen, die unter Grad 4 fallen, ist die Haut verkohlt.