Verhalten bei einem Asthmaanfall

Bei einem Asthmaanfall sollten sofort die Notfallmedikamente eingenommen werden. Wenn diese keine Besserung bringen, muss der Notarzt informiert werden, da sonst lebensbedrohliche Sauerstoff-Unterversorgungen drohen.


Bewahren Sie erst einmal Ruhe. Je hektischer Sie werden, desto schlimmer wird auch der Asthmaanfall. Nehmen Sie Ihr Medikament ein, verschaffen Sie sich wenn möglich frische Luft und lockern Sie Ihre Kleidung. Atmen Sie durch die Lippenbremse aus und nehmen Sie eine Position ein, in der Sie besser atmen können, wie beispielsweise den Kutschersitz. Nun messen Sie Ihren Peak-Flow. Ist er noch im roten Bereich, nehmen Sie noch einmal Ihr Notfallmedikament ein. Warten Sie etwa fünfzehn Minuten, ist dann immer noch keine Besserung der Symptome erfolgt, rufen Sie einen Notarzt.
 
Wann zum Arzt?
Je eher Sie bei einem Verdacht auf Asthma einen Arzt aufsuchen, desto besser ist es. Wenn die Behandlung schnell erfolgt, sind die Chancen auf ein beschwerdefreies Leben sehr viel höher, als wenn Sie jahrelang mit einem unbehandelten Asthma leben, das nach und nach die Lunge zerstört. Bei frühzeitig erkanntem Asthma, das sofort gut behandelt wird, existiert sogar die Möglichkeit einer Selbstheilung. Unbehandelt kann Asthma jedoch bis hin zum Tod führen.
 
Spezialfälle
Einen Facharzt für Lungenkrankheiten sollte Sie aufsuchen, wenn sich kein Behandlungserfolg einstellen will oder Kortison in Tablettenform eingenommen werden muss, um das Asthma unter Kontrolle zu bekommen. Sich an einen Facharzt zu wenden, ist außerdem sinnvoll, wenn zusätzliche Sachverhalte vorliegen, welche die Behandlung erschweren könnten. Dazu zählen beispielsweise Schwangerschaft, Begleiterkrankungen oder berufsbedingtes Asthma. Auch wenn die Diagnose nicht mit Sicherheit gestellt werden konnte, sollte ein Facharzt hinzugezogen werden, um andere Erkrankungen ausschließen zu können.

  
Wenn Sie einen lebensbedrohlichen Asthmaanfall erleiden oder sich ein Anfall nicht bessert, sollten Sie auf jeden Fall in einem Krankenhaus Hilfe suchen. Liegt der Peak-Flow unter 33 Prozent der persönlichen Bestleistung oder fällt das Sprechen schwer, ist diese Maßnahme ebenfalls zu empfehlen.