Verpflegungsmehraufwand berechnen - so wirds gemacht

Wenn Sie den Verpflegungsmehraufwand berechnen wollen, müssen Sie auf nationale und internationale Pauschbeträge zurückgreifen.


Um den Verpflegungsmehr- aufwand berechnen zu können, sei vorab kurz dargelegt, was man hierunter versteht. Der Verpflegungsmehraufwand stellt Kosten dar, welche durch berufliche Umstände entstehen. Die gesetzlichen Regelungen hierzu finden sich in § 4 Absatz 5 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes. Dort heißt es, dass im Falle der zeitweisenden Abwesenheit des Steuerschuldners, von seiner Wohnung, ein Pauschbetrag anzusetzen ist. Dies gilt auch für den Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit, von welchem der Steuerschuldner wegen der vorübergehenden Tätigkeit von seiner Wohnung entfernt ist. Die Pauschbeträge sind für jeden Tag gesondert zu ermitteln.

Pauschbeträge dienen zur Minderung der steuerlichen Bemessungsgrundlage
Den Verpflegungsmehraufwand berechnen, bedeutet Pauschbeträge von der steuerlichen Bemessungsgrundlage abzuziehen. Das heißt im Ergebnis, dass weniger Steuern gezahlt werden müssen. Pauschbeträge stellen einen für alle Steuerpflichtige maßgebenden Betrag dar, welcher unabhängig von den tatsächlichen Kosten angesetzt wird. Im Inland getätigte Verpflegungsmehraufwendungen, berechnen sich gemäß § 4 Absatz 5 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes. Dort heißt es, dass derjenige welcher einen Mehraufwand an Verpflegung ermitteln will, bei einer Abwesenheit von 24 Stunden, einen Pauschbetrag in Höhe von 24 Euro, von der steuerlichen Bemessungsgrundlage abziehen kann. Bei einer Abwesenheit zwischen 14 und 23 Stunden kann ein Betrag von 12 Euro angesetzt werden. Zwischen 8 und 13 Stunden beträgt der Pauschbetrag 6 Euro. Eine Tätigkeit, die nach 16 Uhr beginnt und vor 8 Uhr des Folgetages endet, ist mit der gesamten Abwesenheitsdauer dem Tag der überwiegenden Abwesenheit zuzuordnen. Das heißt, dass eine Arbeit (und der zugehörige Pauschbetrag), welche beispielsweise heute um 23 Uhr beginnt und morgen um 6 Uhr endet, dem morgigem Tage zugeordnet wird.

Bei Tätigkeiten im Ausland: länderspezifische Pauschbeträge beachten
Auch bei Tätigkeiten im Ausland, können Sie den Verpflegungsmehraufwand berechnen. Allerdings treten an die Stelle der Pauschbeträge gemäß des Einkommensteuergesetzes, von Land zu Land unterschiedliche Pauschbeträge. Dabei bestimmt sich der Pauschbetrag nach dem Ort, den der Steuerpflichtige vor vierundzwanzig Uhr Ortszeit zuletzt erreicht hat. Wenn der Ort im Inland liegt, bestimmt sich der Pauschbetrag jedoch nach dem letzten Tätigkeitsort im Ausland. Die länderspezifischen Pauschbeträge können Tabellen entnommen werden, welche die Finanzverwaltung zusammengestellt hat. Beispielsweise kann für einen 24-stündigen Aufenthalt in Afghanistan, ein Pauschbetrag von 30 Euro angesetzt werden. Wenn Sie den Verpflegungsmehraufwand berechnen, müssen Sie beachten, dass unter Umständen eine Drei-Monatsgrenze greift. Dies ist der Fall, wenn der Beschäftigte sich für mehr als drei Monate von seinem gewöhnlichem Aufenthaltsort, berufsbedingt entfernt. Die Abzugsfähigkeit der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen, beschränkt sich in diesem Fall auf drei Monate.