Verrenkung - Eine schmerzhafte Angelegenheit

Ursache für eine Verrenkung kann unter anderem das Einwirken von Gewalt sein. Dabei verschieben sich die Gelenkflächen gegeneinander, wodurch es häufig zu Bänderrissen und Verletzungen an den Gelenkkapseln kommt


Man spricht von einer Verrenkung, wenn ein Gelenk in eine Richtung bewegt wird, für die es nicht geeignet ist. Ursache dafür kann unter anderen das Einwirken von Gewalt sein. Dabei kommt es zu einer Verschiebung der Gelenkflächen gegeneinander. Häufig kommt es bei Verrenkungen zu Bänderrissen und Verletzungen an den Gelenkkapseln.

 

Unbedingt schonen
Ist dies der Fall, dann schwillt das betroffene Gelenk an und kann nicht mehr bewegt werden. Besonders im Schultergelenk, dem Knie- oder Ellenbogengelenk oder auch am Fingergelenk treten Verrenkungen auf. In allen Fällen sollte das Gelenk sofort in einer Ruheposition gelagert und ein Arzt verständigt werden. Denn das Einrenken darf nur von einem dafür qualifizierten Arzt durchgeführt werden. Ist das Gelenk wieder in seiner Kapsel sollte es für mindestens acht Tage absolut geschont werden. Mit leichten Bewegungsübungen, eventuell auch durch Krankengymnastik unterstützt, sollte das Gelenk nach einer Verrenkung langsam wieder an die normalen Bewegungsabläufe gewöhnt werden. Je nach Verletzungsgrad können auch Bänder, Sehnen und Knochen beschädigt sein.

 

Verrenkung bei Kindern

Nicht nur bei Sportlern, auch bei Kindern, die viel herumtoben, kann es zu Verrenkungen kommen. Das Kind klagt dann oft über Schmerzen und das betroffene Gelenk, meist Schulter, Knie oder Ellenbogen schwillt dann rasch an. Eltern sollten in solchen Fällen Ruhe bewahren und das Kind beruhigen. Unter keinen Umständen sollten sie versuchen, das Gelenk selbst einzurenken, denn dabei können zusätzliche Verletzungen entstehen.

 

Mit den Eltern ins Krankenhaus

Da es zu einer raschen Schwellung kommen kann, sollten einengende Kleidungsstücke entfernt werden. Auch eine möglichst bequeme Lagerung durch ein Dreieckstuch oder ein Kissen können dem Kind das Warten auf den Kinderarzt oder den Transport im Krankenhaus erleichtern. Auf jeden Fall sollte eine enge Bezugsperson wie Mutter oder Vater das Kind ins Krankenhaus begleiten.