Vielfältige Heilkraft liegt im Zinnkrauttee

Zinnkrauttee ist vielseitig einsetzbar und unterstützt Knochen, Haut sowie das Bindegewebe.


Zinnkrauttee, vielleicht besser bekannt als Schachtelhalm, wurde schon vor 2.000 Jahren von Ärzten verwendet. Der griechische Militärarzt Dioskurides beispielsweise nutzte es zur Blutstillung und bei tiefen Wunden. Das wichtigste am Schachtelhalm ist sein hoher Kieselsäuregehalt. Zusätzlich zur medizinischen Wirkung hat er aber auch die Eigenschaft von weichem Schleifpapier. So polierten früher Musiker die wertvollen Musikinstrumente damit oder Mägde verliehen dem Zinngeschirr seinen Glanz. So lässt sich dann auch der Beiname des Acker-Schachtelhalms erklären.

Herkunft und Verbreitung
Aus uralten Zeiten stammend zogen sich die riesigen Schachtelhalmwälder über die Erde.
Heutzutage wird zu medizinischen Zwecken nur die Art Equisetum Arvense verwendet, da andere Sorten oft einen schädlichen Pilz, der an den braunen Flecken zu erkennen ist, beherbergen. Geerntet wird am besten im Juni oder Juli. Wenn dann das obere Drittel abgenommen wir, löst sich die Kieselsäure am einfachsten. Zum Trocknen sollte man einen schattigen Ort wählen und das Kraut anschließend in Leinensäckchen aufbewahren.

Wirkungsweise
Die im Zinnkraut enthaltene Kieselsäure hat viele positive Einsatzgebiete. So ist sie ein wichtiges Strukturelement für Knochen, Knorpel, Haut, Bindegewebe, Nägel und Haare. Zudem fördert sie die Wundheilung und unterstützt den Stoffwechsel. Aufgrund der Aktivierung weißer Blutkörperchen trägt sie ebenfalls zur Abwehrbereitschaft des Körpers bei. Ein weiterer Bestandteil ist Kalium, welches die Nierentätigkeit anregt und so auch bei rheumatischen Beschwerden sowie bei Nieren- oder Hauterkrankungen für den Abtransport schädigender Stoffe sorgt. Des Weiteren lindert der Zinnkrauttee Magenschleimhautreizungen und Sodbrennen.

Zubereitung
Um einen Zinnkrauttee zuzubereiten, muss man einen Esslöffel des Krauts in 150 Milliliter Wasser etwa eine halbe Stunde lang kochen. So löst sich die Kieselsäure aus der Pflanze heraus. Danach einfach abgießen und den Tee trinken. Eine andere Variante ist, fünf Esslöffel des Krauts über Nacht in einem Liter Wasser einzuweichen und das Ganze dann am nächsten Tag für 30 Minuten zu kochen. Insgesamt sollte das fünf Tassen Zinnkrauttee ergeben, die dann über den Tag verteilt getrunken werden.