Vitamin C - Ein kleiner Alleskönner

Vitamin C kennt jeder, aber wer weiß schon, was es alles kann und wozu es gebraucht wird?


Die Ascorbinsäure, wie sie von Chemikern auch genannt wird, ist wohl das bekannteste Vitamin. Es gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und kann deshalb vom Körper nicht oder nur ganz wenig gespeichert werden. Deshalb sollten wir es täglich mit der Nahrung zu uns nehmen, damit kein Vitamin-C-Mangel droht. Zu viel Vitamin C ist für den Körper allerdings nicht schädlich. Bei einer Überdosierung wird das überflüssige Vitamin einfach durch die Niere wieder ausgeschieden.

Was es tut und wo es wirkt
Die Hauptaufgabe des Vitamins besteht darin, Sauerstoff und Wasser durch die Venen zu transportieren. Darauf beruht auch die Fähigkeit, freie Radikale abzufangen. Genauso wie bei den Vitaminen E und K ist es daher gut, eine ausreichende Menge an Vitamin im Blut zu haben, um Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose und Herzinfarkt vorzubeugen. Doch neben diesen wichtigen Aufgaben hat das Vitamin C noch eine Reihe von anderen, alltäglicheren Baustellen, an denen es arbeiten muss:

Bindegewebe
Hier wirkt das Vitamin C an dem Aufbau und an der Regeneration des Bindegewebes mit. Das merkt man daran, dass ohne Vitamin C keine Narbe verheilen, beziehungsweise sich erst recht keine bilden würde.

Eisen
Das wichtige Spurenelement könnte ohne Vitamin C im Körper nicht aufgenommen und verwertet werden. Vitamin C wirkt hier als Spediteur: Es transportiert das Eisen aus dem Darm und füllt die Eisenspeicher in Leber, Milz und Knochenmark wieder auf.

Abwehr
Vitamin C wirkt hier als Stimulator. Es regt die Abwehraktivitäten der weißen Blutkörperchen an und ist an der Förderung der Bildung von Antikörpern beteiligt.

Leber
Vitamin C hilft bei den Entgiftungsprozessen, die in der Leber ablaufen. Zum Beispiel ist es sinnvoll Vitamin C nach der Einnahme von Medikamenten vermehrt zu konsumieren.

Magen
Untersuchungen haben gezeigt, dass Ascorbinsäure außerdem die Bildung der krebserregenden Nitrosamine im Körper im Magen hemmt. Diese stammen aus Nitrat in Lebensmitteln. Nach jeder Mahlzeit wird von der Magenschleimhaut Vitamin C zu diesem Zweck ausgeschüttet.

Stress
Hier ist die Rolle des Vitamin C noch nicht ganz geklärt. Chemiker sind auf eine mögliche Teilnahme des Vitamins im Prozess des Stressbewältigung aufmerksam geworden, als sie beobachteten, dass neben der Ausschüttung des Stresshormons Corticosteriod sich gleichzeitig der Vitamin C Speicher fast vollständig entleerte. Dies erklärt natürlich, warum Menschen mit einer hohen Stressbelastung einen sehr niedrigen Vitamin-C-Spiegel haben. Man vermutet, dass das Vitamin C an der Bildung dieser körpereigenen Cortisone beteiligt ist, dies könnte auch die infektionshemmende Wirkung des Vitamins erklären.