Vitaminmangel - Eine ernstzunehmende Sache

Manche Menschen erleiden aufgrund einer fehlerhaften Ernährung einen Vitaminmangel. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung kann dem entgegengewirkt werden.


Vitamine werden dem Körper durch Gemüse und Obst, Fleisch und Fisch zugeführt. Durch ein reichhaltiges Angebot das ganze Jahr über ist Vitaminmangel eigentlich nahezu auszuschließen. Dennoch kann es durch einseitige Fehlernährung immer wieder zu Engpässen an den für den Körper wichtigen Stoffen kommen. In dringenden Fällen von Vitaminmangel sollte man daher auf freiverkäufliche Vitaminpräparate zurückgreifen.

Vitamine werden für lebenswichtige Funktionen benötigt, vorwiegend für die Nerven und Muskeln, können aber meist vom Stoffwechsel nicht selbst hergestellt werden. Es gibt fettlösliche (E, D, K, A) und wasserlösliche Vitamine (B, C). Einen Vitaminmangel (Hypovitaminose) kann man bei allen Vitaminen bekommen. Eine Hypervitaminose, also eine Überversorgung, ist nur bei den fettlöslichen Vitaminen möglich, da diese nicht wie die Wasserlöslichen über den Urin ausgeschieden werden können. Einige Vitamine werden dem Körper als Vorstufen (Provitamine) zugeführt, die dann erst im Körper in die passende Wirkform umgewandelt werden. 

Risikogruppen

Risikogruppen für eine unzureichende Vitaminversorgung sind unter anderem chronisch Kranke wie Diabetiker. Aber auch Senioren, deren Stoffwechsel sich durch das Alter bedingt etwas verlangsamt, Vegetarier, Schwangere und Stillende sowie Menschen, die Medikamente einnehmen oder regelmäßig Crash-Diäten durchführen. Auch oral aufgenommene Verhütungsmittel wie die Pille können einen Vitaminmangel hervorrufen. Bei Alkoholikern führen gleich mehrere Faktoren zu einem Vitaminmangel. Der chronisch Suchtkranke nimmt außer dem Suchtmittel kaum andere Nahrung zu sich. Somit leidet er unvermeidlich an einer Mangelernährung. Die Schleimhaut des Verdauungstraktes über Speiseröhre, Magen und Dünndarm kann schwer geschädigt sein, ebenso wie die Bauchspeicheldrüse. Die Nahrungseinnahme ist mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verbunden. Die Verdauung und Aufnahme im Magen-Darm-Trakt ist gestört, daher werden die Vitamine schlechter resorbiert. Somit ist ein Vitaminmangel die logische Konsequenz. Zu Schäden des Blutbildes und des Nervengewebes kommt es durch Mangel der Vitamine B1, Vitamin B6, Folsäure und B12. Allgemein gilt, die Infektabwehr verschlechtert sich und auch die Blutgerinnung ist gestört.

 

In Deutschland quasi unmöglich

Wirkliche Versorgungslücken, die Vitaminmangelkrankheiten wie Skorbut (Vitamin-C Mangel), an der früher sehr viele Seeleute erkrankten oder andere durch Vitaminmangel hervorgerufene Krankheiten sind heutzutage in Deutschland nahezu auszuschließen. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung aus Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch sichert die ausreichende Zufuhr an Vitaminen. Und sollte doch mal ein Vitaminmangel vorliegen, kann man sich schnell selbst durch die Einnahme von Vitaminpräparaten helfen.