Vitamine sind sensible Nahrungsbestandteile, meist in Obst oder Gemüse, aber auch Fleisch und Fisch, die man schonend behandeln sollte, damit sie unversehrt in den Organismus gelangen. Denn der Körper benötigt die verschiedensten Vitamine, um lebenswichtige Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Kommt es zu einem Vitaminmangel, in Fachkreisen auch als Hypovitaminose bezeichnet, kann das schwerwiegende Folgen haben.
Vitaminverlust bei Zimmertemperatur
Daher ist es wichtig, seine Nahrungsmittel so schonend wie möglich aufzubewahren. Doch nicht alle Vitamine besitzen die gleichen Eigenschaften. So verliert Spinat bei durchschnittlichen 21ºC etwa die Hälfte seines Vitamingehalts binnen eines Tages. Einer Orange, die ebenfalls das gleiche Vitamin in sich trägt, kann die Zimmertemperatur nichts anhaben. Doch entscheidend für den verbleibenden Vitamingehalt bei Obst und Gemüse ist auch das Alter. So bauen sich die Vitamine bei langen Lagerzeiten immer mehr ab. Achten Sie daher, dass Ihr Gemüse immer frisch ist. Auch Obst sollte nach dem Kauf nicht zu lange bei Ihnen zu Hause rumliegen. Besser ist es daher, die süßen Früchte so schnell wie möglich zu verzehren.
Lichtempfindliche Vitamine
Viele Vitamine sind neben ihrer extrem hohen Temperaturempfindlichkeit auch lichtempfindlich. Deshalb sind die Flaschen, in denen Orangensaft aufbewahrt wird, meist aus braunem Glas. Denn gerade dies in den Orangen angereicherte wasserlösliche Vitamin ist extrem lichtempfindlich. Das braune Glas soll daher das Tageslicht dämpfen, um so das Vitamin C im Orangensaft besser und länger zu konservieren. Des Weiteren gilt Vitamin A, das sich vor allem in Milchprodukten anreichert, Vitamin E, das ebenfalls fettlösliche Vitamin K und auch B12, das sich in Fisch-, Fleisch und Käseprodukten wiederfindet, als stark lichtempfindlich.
Aufbewahrung von Obst und Gemüse
Auch sollte man darauf achten, welche Obst- oder Gemüsesorten man in gemeinsamen Behältern aufbewahrt. Zwar ziert die Obstschale mit verschiedenen Früchten einen jeden Esstisch, dennoch sollte man darauf achten, welche Obstsorten man nebeneinander platziert. Denn Äpfel und Aprikosen geben bei der Lagerung an der Luft bedingt durch den Alterungsprozess kontinuierlich Ethylen ab. Wenn nun ethylenempfindliche Kiwis in der Nähe liegen, kann dies zu einem Vitaminverlust in den Kiwis führen. Deshalb sollten diese beiden Obstsorten nie in unmittelbarer Nähe gelagert werden. Gleiches gilt auch für Aprikosen. Bei den Gemüsen gilt aus gleichem Grund: Ethylen abgebende Gemüse wie Avokado nie in der Nähe von Brokkoli oder Blumenkohl aufbewahren. Auch für den von Kindern meist verachteten Rosenkohl gilt das Gleiche.
Zubereitung von Obst und Gemüse
Wenn Sie Gemüse erhitzen, sollten Sie auch darauf achten, dies so kurz wie möglich zu tun. Die meisten Vitamine sind hitzeempfindlich und langes Kochen sorgt daher für den höchsten Vitaminverlust. Auch sollten Sie die Schale an Obst und Gemüse dranlassen, vorausgesetzt das geht. Denn direkt unter der Schale verbergen sich die meisten Vitamine. Deshalb sollten Sie auch Ihre Kinder dazu erziehen, die Äpfel stets mit Schale zu essen. Das Kochwasser von Gemüse sollten Sie auch verwenden und nicht in den Abguss lehren. Es lässt sich z. B. als leckere Gemüsesuppe direkt wieder verwenden. So gehen die darin aufgelösten Vitamine nicht verloren. Generell ist das Einfrieren von Gemüse und Obst ein vitaminschonendes Verfahren. Es gab sogar Testergebnisse, in denen der Vitamingehalt von frischem, schockgefrorenem Gemüse über dem von gelagerten Sorten lag. Wenn Sie daher auch selbst Ihre Gefriertruhe mit Gemüse füllen möchten, sollten Sie zuvor das Gemüse zuerst mit kochendem Wasser übergießen, um es im Anschluss mit extrem kaltem Wasser, am besten aus dem Kühlschrank, abzuschrecken. So können Sie vor dem Einfrieren die Vitamine am besten konservieren.
Aufbewahren im Kühlschrank
Generell ist das Aufbewahren im Kühlschrank von Gemüse und Obst stets eine gute Sache. Denn dadurch wird der Abbau der Vitamine deutlich reduziert, der Vitaminverlust kann gestoppt werden. Allerdings ist gerade bei Südfrüchten Vorsicht geboten. Denn setzt man eine Banane zu lange der Kühlschrankkälte aus, wird deren Schale braun. Auch sollte man Kartoffeln besser in einem dunklen Schrank aufbewahren, als sie im Gemüsefach des Kühlschranks zu platzieren.