Vom Bürostuhl an den Strand - Eine Auszeit nehmen

Sabbatical, Downshifting - es gibt viele Begriffe und Gründe, im Job kürzer zu treten und eine Auszeit zu nehmen. Immer öfter ist man mit seiner Tätigkeit am Arbeitsplatz überfordert, denn die Kongruenz zwischen dem, was man leistet und dem, was der Chef erwartet, wächst. Doch gibt es inzwischen interessante Möglichkeiten, den Alltag zu erleichtern.


Wer kennt das nicht: Zahllose Überstunden, Wochenenddienste und Weiterbildungsmaßnahmennehmen nehmen immer mehr Zeit in Anspruch, die man eigentlich mit Freizeitaktivitäten füllen sollte. Und doch sitzt man pflichtbewusst im Büro. Fern von der Arbeit entspannen, wieder neue Energie tanken - das wünschen sich viele Menschen. Viele möchten gerne ihre Ziele und Wünsche des Lebens erfüllen oder mal eine Weltreise unternehmen. Das ist der Grund, warum sich immer mehr Menschen eine Auszeit nehmen.

Dauer und Finanzierung

  • Sabbatical ist eine Methode, sich aus dem Arbeitsalltag zurückzuziehen. Der Begriff Sabbatical leitet sich von Sabbat ab, was soviel bedeutet wie Ruhetag.
  • In der Regel findet dieses Arbeitsmodell für ein Jahr in Teilzeitarbeit statt oder als komplette Auszeit. Auch gibt es die Möglichkeit, das Sabbatical auf drei oder sechs Monate zu beschränken.
  • Diese Methode anwenden können jene, die bereit sind, ein Jahr auf den Lohn zu verzichten oder im Vorfeld ausreichend Überstunden anzusammeln. Da die Überstunden vergütet werden müssen und der Arbeitnehmer dennoch den vollen Anspruch auf bezahlten Urlaub hat, ist dieser dennoch finanziell versorgt.

Wann dürfen Sie eine Auszeit nehmen

  • Einen sicheren Anspruch auf Sabbatical haben leider nur Beamte. Doch unter bestimmten Voraussetzungen können auch Mitarbeiter, die nicht im öffentlichen Dienst tätig sind, einen Anspruch geltend machen. Demnach steht Sabbatical jedem zu.
  • Um den Anforderungen zu entsprechen, muss ein nachvollziehbarer Grund vorliegen. Neben Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen kann man auch auf persönlichem Wunsch eine Auszeit nehmen.
  • Sabbatical muss von beiden Seiten detailliert geplant werden. Dazu gehört eine vertragliche Einigung über Gehalt, Urlaubsanspruch sowie Weihnachtsgeld etc. Auch ein potentieller Krankheitsfall muss geklärt und abgesichert sein.

Vor- und Nachteile einer Auszeit

  • Es gibt viele positive Aspekte wie die Erfüllung von Wünschen, so etwa Weltreisen, sowie sozialer und psychischer Faktoren. Sabbatical lässt sich auch wunderbar für Fortbildungen und andere akademische Zwecke verwenden. Dies macht sich nicht nur im Lebenslauf gut, auch der Arbeitgeber profitiert davon. 
  • Sollten Sie das Sabbatical, auch Sabbatjahr genannt, allerdings zum Faulenzen verwenden, entsteht so eine Lücke im Lebenslauf, die bei einem Jobwechsel gegebenenfalls erörtert werden müsste. Unter folgendem Link gibt es viele interessante und wichtige Fakten in Bezug auf Sabbatical: http://www.ratgeber-aussteigen.de/sabbatical.htm.