Vom Sofa auf die Gartenbank: Selber bauen statt kaufen

Wenn Sie eine Gartenbank selber bauen wollen, haben wir einige Anregungen für Sie.


Wer seinen Garten mit einem selbst gebauten Blickfang fit für den Frühling machen will, hat die Qual der Wahl. Die meisten Menschen denken zuerst an selbst gestaltete Blumenkübel, selbst gebastelte Windspiele oder getöpferte Hinkucker für das Blumenbeet. Wir haben einen praktischen Vorschlag – warum nicht mal eine Gartenbank selber bauen?

Selber bauen und selber bauen
Was genau selber bauen heißt, ist wohl Ansichtssache. Bausätze jeder Preisklasse und Schwierigkeitsstufe nehmen Ihnen die Planung ab. Verschiedene Modelle bekommen Sie in jedem Baumarkt und Gartencenter. Gartenfreunde, die schon der Zusammenbau eines Billy-Regals jede Menge Nerven kostet, sollten sich eventuell vorher am Vorführmodell die wichtigsten Punkte erläutern lassen. Wer es mit zwei linken Händen geschafft hat, aus einem flachen Karton ein Gartenmöbel für die ersten Frühlingstage zu zaubern, kann genau so stolz auf sich sein wie der passionierte Heimwerker, der auf einer selbst gezimmerten Bank Platz nimmt.

Planung- von der Grundform zur konkreten Idee
Eine Bank besteht immer aus einer Sitzfläche für mindestens zwei Personen, sowie wahlweise aus einer Rückenlehne und Armlehnen. Ob die Sitzfläche von einem massiven Korpus aus Stein oder filigranen Beinen aus Schmiedeeisen getragen wird, entscheidet der Geschmack. Eine Bank ohne Lehne und Beine ist am einfachsten zu realisieren, andernfalls müssen Sie ein stabiles Grundgerüst entwerfen und sich Gedanken über Verstrebungen und Eckverbindungen machen. Arm- und Rückenlehnen werden oft von den über die Sitzfläche hinaus verlängerten Beinen getragen, die Sitzfläche kann aus einem Stück oder mehreren Elementen bestehen. Lassen sie sich inspirieren, in Geschäften, Parks und Fußgängerzonen, aber auch auf Rastplätzen und an Aussichtspunkten können Sie verschiedene Bänke begutachten, studieren und ausprobieren.

Sicher entspannen
Oberste Priorität hat die Sicherheit. Eine Gartenbank sollte stabil genug sein, um das Gewicht von zwei oder mehr Erwachsenen auszuhalten. Niemand möchte schließlich den gemütlichen Nachmittag im Garten mit einem Arztbesuch abschließen. Auch bei Auswahl und Bearbeitung des Materials sollten Sie darauf achten, dass vorstehende Ecken und scharfe Kanten, besonders bei Metall, abgerundet werden, damit nicht blaue Flecke und schlimmstenfalls Schnittverletzungen den Naturgenuss trüben. Bei Holzbänken besteht Gefahr, sich Splitter einzureißen. Die Oberfläche sollte daher abgeschliffen werden. Am besten behandeln sie diese danach mit Holzschutzmitteln oder Lack, um die Oberfläche wetterfest zu machen. Geeignete Mittel hierfür sind zum Beispiel Holzlasuren, Leinöl oder Bootslack.

Ob hart, ob weich...
Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Neben der klassischen Holzbank sieht man häufig Bänke aus Holzstämmen oder Metall. Deren Bearbeitung erfordert allerdings Fachwissen. Doch auch aus Stein kann man problemlos eine Gartenbank selber bauen. Versuchen Sie sich zunächst an Gasbetonsteinen, diese lassen sich mit ein wenig Mörtel einfach zu einer Bank hochziehen. Fortgeschrittene können sich an Natursteinen versuchen. Wenn es schnell gehen und originell aussehen soll, besorgen Sie sich bei einem Bauern einige Strohballen. Diese lassen sich schnell zu einem massiven Korpus stapeln. Das Naturmaterial Stroh isoliert hervorragend und hält auch an kühlen Abenden im Garten angenehm warm. Noch natürlicher ist nur eine belebte Bank aus aufgeschichteten Grassoden, also ausgestochenen Grasnarben. Legen Sie eine Decke unter und vergessen Sie nicht regelmäßig zu gießen. Dann kann der Frühling kommen!