Von wegen nur für Softies - Männer Yoga

Yoga ist nur was für Frauen und Softies? Falsch gedacht. Im Männer Yoga geht es richtig zur Sache.


Yoga schafft es nicht nur, Körper und Geist in Einklang zu bringen, sondern ist zugleich auch richtiger Sport, was viele Männer meist oft nicht wahrhaben wollen. Dabei haben bereits zahlreiche wissenschaftliche Studien erwiesen, dass die anstrengenden Yoga-Übungen und die dazugehörige „innere Besinnung“ – das Hören auf den eigenen Körper – zu einem vorher unbekannten Gefühl der Entspannung führen können.

Warum Männer Yoga ebenso nützlich ist
Während in Deutschland immer noch 80 Prozent der Teilnehmer in Yoga-Kursen Frauen sind, ist die Anzahl der männlichen Teilnehmer in Indien deutlich höher, man ist sich hier der positiven Auswirkungen von Yoga auf den menschlichen Körper und Geist bewusst. Auch Jürgen Klinsmann machte sich Yoga zunutze, um seine Deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft fit zu machen – mit Erfolg. Yoga ist keine esoterische Spinnerei, sondern hilft bei Rücken- und Kopfschmerzen ebenso wie bei Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Auch setzt Yoga körperliche Energie frei und fördert geistige Klarheit, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Immunsystem.

Yoga als Sport
Warum sollten Gesundheit, Beweglichkeit, Fitness und Entspannung nur für Frauen bestimmt sein? Auch Männer können beim Yoga von den positiven Entwicklungen für Körper und Geist profitieren. Dabei sollte jedoch immer klar sein: Yoga ist ziemlich anstrengend. Wer glaubt, man würde in den Kursen mit Duftkerzen umhüllt auf weichen Matten liegen, der irrt sich. So ähneln die Ashtanga-Übungen bereits eher dem klassischen Fitness-Training und haben als sogenanntes „Power-Yoga“ ein eher männliches Klientel. Das körperlich ebenfalls sehr fordernde Bikram-Yoga, das bei 40 Grad praktiziert wird, ist ebenfalls bei Männern sehr beliebt.

Falscher Ehrgeiz
Beim Männer Yoga besteht jedoch immer die Gefahr, dass sich die Herren der Schöpfung die Ziele zu hoch zu stecken und daraus einen falschen Ehrgeiz zu entwickeln. Die Konsequenz ist ein eher belastender als antreibender Leistungsdruck. Während Frauen sich meist richtig einschätzen können und einen entsprechenden Kurs wählen, neigen Männer hingegen dazu, sich meist zu viel zuzutrauen und überspringen einfach die Anfängerkurse. Dabei geht es beim Yoga nicht um bloße Muskelkraft oder darum, wer Erster oder Bester ist, vielmehr geht es darum, die eigene Beweglichkeit zu trainieren und den Körper zu lockern und so zu entspannen.

Wer Yoga einmal ausprobieren möchte, sollte unbedingt vorher Probestunden vereinbaren und sich dementsprechend den richtigen Kurs aussuchen. Übrigens sind Leggins und Stulpen in den Kursen natürlich keine Pflicht, Hauptsache die Kleidung ist bequem.