Vorbeugen einer Erkältung - Wichtige Dinge zur Stärkung des Immunsystems

Zur Stärkung des Immunsystems ist es zunächst wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Dazu gehören unter anderem die richtige Menge Vitamine, Spurenelemente und Sekundäre Pflanzenstoffe. So lässt sich dann auch gekommt eine Erkältung vorbeugen.


Niemand ist den Erkältungsviren schutzlos ausgeliefert. Menschen mit einem gesunden und gut trainierten Immunsystem müssen die Erkältungswellen nicht fürchten.
Damit aber auch Sie ruhigen Gewissens in die Herbst- und Wintersaison starten können, haben wir für Sie ein ausgewogenes Programm zur Stärkung des Immunsystems zusammengestellt.

Ernährung
Unsere Vorfahren gingen auf die Jagd und sammelten Beeren, wenn sich das Hungergefühl einstellte. Nahrungsaufnahme hieß, dass man den Körper mit ausreichend Energie und Nährstoffen versorgte, damit er fehlerfrei funktionierte. Heute weiß man, dass Beeren, Fleisch und Co. viel mehr sind als Mittel zum Leben, sondern auch in der Lage sind, den Körper gesund zu erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und andere Nahrungsexperten kennen inzwischen die Geheimnisse unserer Nahrung und wie wir es anstellen, dass wir mithilfe unserer Ernährung ein Leben lang fit bleiben.

Vitamine
Zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Lebensmittel gehören die Vitamine. Sie tragen zur Bildung neuer Abwehrzellen und damit zur Stärkung des Immunsystems bei. Zudem werden die Haut und die Schleimhäute vor äußeren Angriffen geschützt. Vitamin C beispielsweise trägt entscheidend zur Zellregeneration bei und hilft bei der Produktion neuer weißer Blutkörperchen. Als besonders wirksam hat sich die Kombination aus Vitamin C und Bioflavonoiden erwiesen. Auch der Konsum von Vitamin D ist wichtig, um gesund zu bleiben. Es wird vom Körper selbst – mithilfe ultravioletten Lichts – gebildet. In den sonnenarmen Wintermonaten jedoch muss der Bedarf durch Vitamin-D-haltige Lebensmittel gedeckt werden. Grünkohl, Wurzelpetersilie und Pastinaken sollten nun auf dem Speiseplan stehen, um einem Mangel vorzubeugen. Neue Studien haben entdeckt, dass Menschen, die einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen, doppelt so oft krank waren, als Personen, die ausreichend über dieses Vitamin verfügten. Gemüsesorten, die Vitamin A enthalten, sind beispielsweise Möhren und Spinat; aber auch Milchprodukte enthalten große Mengen des Vitamins. Die Hauptwirkung besteht darin, dass die Schleimhäute stark und widerstandsfähig bleiben – eine essenzielle Voraussetzung für die Abwehr potenzieller Viren und Erreger. Zu beachten ist allerdings, dass Vitamin A immer zusammen mit etwas Fett verzehrt werden muss, denn sonst kann es im Körper nicht gelöst werden. Vitamin E schließlich schützt die Zellen vor freien Radikalen, jenen Stoffen, die Zellen schädigen können. Ein einziger Löffel Weizenkeimöl reicht bereits aus, um den täglichen Bedarf zu decken.

Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS)
Auch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe tragen einen entscheidenden Teil zur Stärkung des Immunsystems bei. Darunter versteht man bestimmte Stoffe in diversen Obst- und Gemüsesorten. Einige von ihnen besitzen antimikrobielle Wirkungen, das heißt, sie vermindern die Anzahl und die Aktivität von Mikroorganismen. Auch antioxidative Kräfte werden ihnen nachgesagt. Zu den wichtigsten sekundären Pflanzenstoffen gehören die Carotinoide und die Flavonoide. Letztere sind besonders in gelbem (Äpfel) und rot-violettem Obst (Beeren, Trauben) enthalten. Carotinoide, etwa das Alpha-Karotin, das rote Lycopin der Tomaten, Lutein, Zeaxanthin sind wichtige Carotinoide. Ihr Zusammenspiel in den verschiedenen Obst- und Gemüsesorten ermöglicht einen umfassenden Schutz vor Erkältungskrankheiten.

Mineralstoffe und Spurenelemente
Zu der letzten großen Gruppe der wichtigen Nahrungsbestandteile gehören die Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie tragen zur Entwicklung und fehlerlosen Funktion des Immunsystems bei. Außerdem sind sie essenzielle Bestandteile von Enzymen und schützen so die Körperzellen vor oxidativem Schaden. Besonders Zink und Selen haben diese Wirkung.

Eine eingeschränkte Zufuhr dieser Nährstoffe sorgt für eine verminderte Immunantwort und helfen nicht beim Erkältung vorbeugen.

Spurenelemente sind vor allem in Vollkornprodukten enthalten, aber auch in zahlreichen Kräutern sind sie zu finden. Spurenelemente (Eisen, Zink, Selen) sind in tierischen Lebensmitteln enthalten, wie etwa Fleisch, Fisch, Eiern und Käse. Die Aufnahme von Eisen kann verbessert werden, wenn gleichzeitig Vitamin C konsumiert wird.

Nahrungsergänzungsmittel?
Grundsätzlich stellen Nahrungsergänzungsmittel keine Alternative zu frischem Obst und Gemüse dar. Denn die Vielzahl der Substanzen eines Apfels oder eines Kohlrabis macht die Wirkung aus, eine Komplexität, die auf künstlichem Wege nicht erreicht werden kann. Dennoch sollten bestimmte Risikogruppen ihre Ernährung mit Nahrungsergänzungen unterstützen. Das trifft insbesondere auf solche Menschen zu, deren Immunsystem geschwächt ist – Ältere, Raucher, Schwangere und Personen, die an chronischen Krankheiten leiden.