Vorsorge - Lebensversicherung: Nabelschnurblut?

Erfahren Sie mehr zu Nabelschnurblutbanken. Kann man mit dem konservierten Nabelschnurblut wirklich Leukämie bei Kindern heilen?


Die Angst um die Gesundheit des eigenen Kindes ist gerade bei Eltern groß. Besonders dann, wenn es das Erste ist. Unsicherheit und Mangel an Erfahrung im Umgang mit Babys führen gerade bei jungen Eltern zu einer Übervorsichtigkeit, die manchmal auch richtig ins Geld gehen kann. So im Falle der sogenannten Nabelschnurbanken, die sich anbieten, das Nabelschnurblut nach der Geburt des Säuglings einzulagern. Dies soll als gute Prävention dienen, wenn das Kind in späterem Alter an Leukämie erkranken sollte. Allerdings kostet die Konservierung bis zu 2.500 Euro. Krankenkassen übernehmen diese Leistung nicht, da sie die sogenannte „biologische Lebensversicherung“, wie sie die Nabelschnurbanken in Ihren Prospektheftchen anpreisen, in ihrer Wirksamkeit von mehreren Seiten angezweifelt wird.

Nabelschnurblutbanken gegen Leukämie bei Kindern?
Auch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie betont, dass diese Art der Vorsorge in medizinischer Hinsicht keine Wirksamkeit hat. Zwar erkennt die Organisation an, dass im Nabelschnurblut wichtige Blutstammzellen enthalten sind, die bei einer Leukämieerkrankung des Kindes transplantiert werden können, jedoch für den Heilungsprozess keine Relevanz aufweisen, da hierzu das Kind eine Stammzellentransplantation benötige und die konservierten Blutzellen für diese Therapieform nicht verwendbar seien. Sie können keine Heilung erzielen. Damit ist die Vorsorgemaßnahme gegen Leukämie aus medizinischer Hinsicht keine sinnvolle Maßnahme, um die Heilungschancen eines Kindes im Falle einer Leukämieerkrankung zu verbessern.

Krebsrisiko bei Kindern reduzieren
Besorgten Eltern ist mit der Konservierung von Nabelschnurblut nicht geholfen. Wenn diese wirklich etwas für ihr Kind tun wollen, sollten sie auf dessen Gesundheit achten und dafür sorgen, dass es in einem rauchfreien Haushalt aufwächst und auch über Spielzeug oder Kleidung nahezu keinen Chemikalien ausgesetzt ist. Denn auch die Konfrontation mit Lösungsmitteln kann auf Dauer das Risiko, an Leukämie zu erkranken, erhöhen.