Arzt als ständiger Begleiter
Die Zeit der Schwangerschaft ist für werdende Eltern eine sehr spannende Zeit. Ein neues Leben in sich zu spüren, es heranwachsen zu lassen, es auf die Welt zu bringen, es zu stillen und zu füttern und für es zu sorgen, ist eine ganz aufregende Zeit im Leben von Müttern und Vätern.
Schwangerschaft genießen
Viele Schwangere erleben die Zeit vor der Geburt auch so, wie sie es sich erträumen, aber nicht bei allen Frauen ist dies möglich. Trotzdem ist es wichtig, diese besondere Zeit im Leben Ihres Kindes so weit es machbar ist, zu genießen und an sich zu denken und es sich in der Zeit bis zur Geburt gut gehen zu lassen. Als werdende Mutter können Sie sich heute frühzeitig über die Entwicklung Ihres Kindes ausreichend informieren und sich bei Ihrem/Ihrer Gynäkologen/in medizinisch optimal versorgen lassen.
Termin beim Frauenarzt
Die gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschaftsrichtlinien bieten ein umfassendes Angebot an medizinisch notwendigen Leistungen. Es ist wichtig, dass jeder Termin bei Ihrem Frauenarzt wahrgenommen wird, damit rechtzeitig Schwangerschaftsrisiken erkannt und rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet werden kann.
Die Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft dient nicht nur dazu, Ihren gesundheitlichen Zustand und den Ihres Kindes zu überprüfen, sie ermöglicht Ihnen auch, Rat bei Ihrem Arzt einzuholen, wenn Sie Fragen zu individuellen Problemen rund um die Schwangerschaft haben.
Gesetzlich vorgeschriebenes Vorsorgeprogramm:
In bestimmten Fällen können darüber hinaus weitere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden.
Glücklicherweise verlaufen die meisten Schwangerschaften komplikationslos, sodass der Schwerpunkt der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen auf der Kontrolle des Wachstums und der Entwicklung des ungeborenen Kindes liegt. Sollte Ihr Frauenarzt während dieser Untersuchungen dennoch Auffälligkeiten beim Ungeborenen vermuten, sind gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen medizinisch notwendig. Lassen Sie sich in diesem Falle eingehend von ihm beraten, welche Untersuchung angemessen ist.
Darüber hinaus gibt es jedoch noch weitere, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragene Untersuchungen, die sinnvoll und empfehlenswert sind:
Blutzuckerbelastungstest
Diesen Test sollten Sie in der 20. bis 24. Schwangerschaftswoche auch ohne medizinische Symptome durchführen lassen. Bei einigen Frauen, die normalerweise keine Stoffwechselstörungen haben, kann sich während der Schwangerschaft eine Zuckererkrankung (Diabetes) entwickeln. Dieser Test ist daher angebracht, gehört aber leider nicht zu den Routineuntersuchungen. Bleibt eine Zuckererkrankung unerkannt, kann das schwere Folgen für Ihr Kind haben. Durch Ihren erhöhten Blutzuckerspiegel gelangt auch viel Zucker durch die Plazenta zum Ungeborenen und mästet es regelrecht. Das Baby wird sehr schnell sehr groß und schwer. Diese Kinder leiden dann häufig unter Atemnot, bekommen Herzprobleme und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, selbst an Diabetes zu erkranken.
Toxoplasmose, Listerien und HIV
Der Toxoplasmose- und Listerien-Test gehört ebenfalls nicht zu den routinemäßigen Untersuchungen. Obwohl rund die Hälfte aller Schwangeren schon einmal eine Toxoplasmose oder Listeriose unbemerkt durchgemacht hat und damit immun gegen diese Erkrankung sind, sollten Sie sich dennoch diesem Bluttest unterziehen. Sollte dieser Befund ergeben, dass Sie nicht immun gegen diese Erkrankung sind, kann eine Erstinfektion in der Schwangerschaft, die nicht rechtzeitig erkannt wird, bei Ihrem Kind zu schweren Entwicklungsstörungen, Blind- und Taubheit führen. Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch Katzenkontakt und Verzehr von rohem Fleisch übertragen wird.
Falls Sie die Befürchtung haben, sich mit HIV angesteckt zu haben, sollten Sie in jedem Fall einen AIDS-Test machen lassen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für diesen Test, wenn Ihnen Ihr Arzt eine besondere Gefährdung bescheinigt.
Bakteriologische Untersuchung auf Streptokokken
Diese Vorsorgeuntersuchung empfiehlt sich in der 35.-37. Schwangerschaftswoche. Hier wird Ihr Scheidenabstrich auf spezielle Bakterien untersucht, um kindliche und mütterliche Infektionen unter der Geburt rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.
Alle Eltern wünschen sich ein gesundes Kind. Doch einer von 1.000 Säuglingen kommt heute mit einem offenen Rücken zur Welt, auf 700 Geburten kommt ein Kind mit Down-Syndrom. Solche Krankheiten lassen sich heute schon frühzeitig durch die so genannte Pränatal-Diagnostik erkennen. Lassen Sie sich dazu intensiv von Ihrem Facharzt beraten!
Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasserin: Laura von Welck verantwortlich.