Wände verputzen: Eine Anleitung für Innen

Für einen ebenen Untergrund zur Raumgestaltung, wie zum Fliesen, Streichen, Tapezieren oder für einen Dekorputz müssen Sie Wände verputzen.


Wollen Sie im Haus Wände verputzen, sind dazu eine Reihe von Arbeitsschritten und die Auswahl des geeigneten Putzes notwendig. Putze für den Innenbereich unterteilen sich in Gips-, Kalk- und Lehmputze. Gipsputze wirken durch ständige Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe positiv auf das Raumklima. Kalkputze sind, bis sie trocken sind, ätzend. Die alkalische Wirkung schützt vor Schimmel. Lehmputze sind nur für den Innenbereich. Lehm reagiert auf Feuchtigkeit mit aufquellen und schrumpfen und trägt zu einer gesunden Luftfeuchtigkeit im Raum bei. 

Untergrund vorbereiten

  1. Bevor Sie die Wände verputzen können, müssen Sie den Untergrund für einen Unterputz vorbereiten. Dieser muss fest, trocken, sauber, tragfähig, fett- und frostfrei sein. Bei einem Altanstrich testen Sie den Untergrund mit einem Klebeband, das nach dem Abziehen keine Farbrückstände aufweisen darf.
  2. Eventuelle Risse bessern Sie aus und lose Stellen entfernen Sie gründlich mit einer Drahtbürste. Damit erhalten Sie einen tragfähigen Untergrund. Tragfähig ist ein Untergrund, der nicht kreidet oder sandet. Die Saugfähigkeit (keine, schwach oder stark) testen Sie mit einem kleinflächigen Wasserauftrag und Beobachtung der Einzugszeit in den Untergrund.
  3. Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes wählen Sie eine geeignete Grundierung aus. Durch eine Grundierung wird Ihr Putzauftrag gut haften. Die Grundierung tragen Sie satt mit einer Rolle oder einem Malerquast auf. Nachdem die Grundierung getrocknet ist, bringen Sie in und an den Ecken sowie im Abstand zwischen 50 und 100 Zentimeter Putzprofile an.
  4. Eckputzprofile sorgen für perfekt verputzte Ecken und schützen diese vor Ausbrüchen. Die Putzprofile befestigen Sie mit Mörtelbatzen. Am besten verwenden Sie für den Mörtel den gleichen Putz, wie für den folgenden Unterputz. Richten Sie die Putzprofile lotrecht und in einer Flucht aus. Durch die Putzprofile gleichen Sie einfach Unebenheiten aus. Lassen Sie den Mörtel gut trocknen.

Putzauftrag

  1. Beginnen Sie das Wände Verputzen, indem Sie den Unterputz mit einer Bohrmaschine mit Rühraufsatz in einem sauberen Mörteleimer anrühren. Verwenden Sie für alle Arbeiten nur rostfreie Werkzeuge. Wände verputzen Sie, indem Sie den Unterputz mit einer Maurerkelle an die Wand werfen.
  2. Mit einer Kartätsche oder einer Abziehlatte ziehen Sie den Putz glatt nach oben ab. Als Fliesengrund tragen Sie mindestens einen Zentimeter Unterputz auf. Gegebenenfalls muss der Unterputz, vor der weiteren Bearbeitung, mit einer Filzscheibe oder einem Schwammbrett gefilzt oder mit einer Glättkelle geglättet werden.
  3. Nach der Trocknung ist der Unterputz zum Fliesen, Streichen, Tapezieren oder für einen Ober- oder Dekorputz bereit. Für den Oberputz grundieren Sie den Unterputz mit einer zum Oberputz passenden Grundierung (Sperr- oder Putzgrund).
  4. Ist die Grundierung getrocknet, tragen Sie den Oberputz mit einem Edelstahltraufel auf. Mit verschiedenen Werkzeugen, wie Spachtel, Kelle, Bürste, Pinsel, Strukturrolle oder -walze erzeugen Sie nun unterschiedliche Strukturen in den Oberputz. Es ist möglich, den Oberputz einzufärben und damit das Streichen zu umgehen. Wände verputzen erfordert eine gründliche Vorarbeit, damit das Werk Sie loben kann.