Wärmedämmung von Heizungsrohren

Durch richtige Isolierung kann der Wärmeverlust von Heizungsrohren erheblich reduziert werden, viele Materialien bietet der Markt bereits an.


Spätestens seit der Energie-Einsparverordnung gehört es nicht nur zum Umweltbewusstsein, sondern auch zur Pflicht, die Wärmeleitungen zu dämmen. Dabei ist die Wärmedämmung von Heizungsrohren auch für den Geldbeutel attraktiv. Der Nutzen dieser Maßnahme ist schon mit wenig Material garantiert.

Der Energieverlust im Keller kostet unnötiges Geld
Bei richtiger Isolierung ist es möglich, über alle Rohre bis zu 60 Prozent Heizenergie zu sparen, die sonst als sogenannte „diffuse Wärme“ an die Raumluft abgegeben würde. Dabei sollen die Rohre im Keller oder in anderen, unbeheizten Räumen, eigentlich nur Energie transportieren, nicht verbrauchen. Ein Heizungsrohr, das keinerlei Isolierung hat, gibt etwa 58 Watt Wärmeenergie pro Meter ab. Schon mit einer Wärmedämmung, die nur sieben Millimeter dick ist, beträgt der Verlust nur noch 25 Watt pro Meter. Dieses Beispiel zeigt, wie viel Geld sich bei einer nachträglichen Dämmung einsparen lässt. Besonders die Rohre, die Wasser mit hohen Vorlauftemperaturen leiten, bieten enormes Einsparpotential.

Verschiedene Materialien bieten eine große Auswahl
Inzwischen gibt es Dämmstoffe zur Isolierung von Heizungsrohren mit bis zu 38 Millimetern Stärke. Solche Anschaffungen sind aber oft unnötig, da sich die Kosten der Dämmmaßnahme am Einsparpotential orientieren sollten. Bei der Wahl der Dicke, sind die Maßgaben der Energie-Einsparverordnung zu beachten. Eine einfache Faustregel geht davon aus, dass das Dämmmaterial etwa so dick sein sollte, wie der Durchmesser des zu isolierenden Rohrs. Es werden sowohl Schaumstoffschläuche, als auch Mineralfasern oder Steinwolle-Produkte angeboten. Die Schaumstoffe bestehen zumeist aus Polyethylen oder auch Kautschuk. Werden neue Heizungsrohre verlegt, ist es wichtig, gleich die Dämmung mit einzubauen. So können die Rohrabschnitte vor der Montage ganz einfach mit den Dämmschläuchen überzogen werden.

Das Nachrüsten ist etwas aufwändiger, aber sinnvoll
Sind alte Rohre nachzudämmen, muss man die Isolierung aus Kunststoffröhren aufschneiden und um die Rohre herumziehen. Dann wird der Schnitt mit Spezialklebstoff versiegelt und kann zusätzlich mit Bandagen versehen werden. Hier ist es eventuell mit weniger Aufwand verbunden, sich nach einem Dämmsystem von Heizungsrohren ohne feste Schläuche umzusehen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Ventilen und Übergangsstücken gelten. Bei diesen müssen die Dämmmaterialien oft zurechtgeschnitten werden. Denn nur eine genaue Passform, garantiert die Effizienz bei den Heizungsrohren.