Wann muss man zum TÜV? Alles was Sie wissen müssen!

„Wann muss man zum TÜV“ – eine Frage, die sich Autofahrer stellen, wenn sie ein Fahrzeug neu zulassen oder etwas verändern wollen.


Die Fragestellung „wann muss man zum TÜV“ ergibt sich außerhalb der routinemäßigen Hauptuntersuchung nur dann, wenn etwas am Fahrzeug, zum Beispiel durch Tuning, verändert wurde oder ein Fahrzeug neu angemeldet werden soll. Doch nicht bei allen Erneuerungen oder Neuanmeldungen ist eine Untersuchung notwendig, das hängt sowohl von der Modifikation selbst als auch von den Papieren ab.

TÜV-Untersuchung bei Neu- und Gebrauchtwagen

  • So mancher stolze Besitzer eines neuen Fahrzeugs stellt sich die Frage: Wann muss man zum TÜV? Beim Kauf eines Neuwagens in einem Autohaus, dessen Fahrzeuge für den deutschen Markt bereits zugelassen sind, ist eine Vorstellung beim TÜV in der Regel nicht nötig, die Papiere liegen schon vor.
  • Anders sieht es bei Importfahrzeugen aus, diese entsprechen oftmals nicht den hier geltenden Ausstattungsvorschriften und benötigen eine Umrüstung. So sind zum Beispiel die in Frankreich gestatteten gelben Scheinwerfer in Deutschland verboten, ebenso wie die dort zulässigen H7-Lichter.
  • Eine Zulassung von Importfahrzeugen ohne TÜV-Prüfung ist nicht möglich, auch Fahrzeuge von Deutschlandrückkehrern benötigen eine Hauptuntersuchung, wenn sie länger als sechs Monate im Ausland angemeldet waren.
  • Bei einem Besitzerwechsel eines in Deutschland angemeldeten Gebraucht-fahrzeugs muss eine Untersuchung nur dann stattfinden, wenn entweder der TÜV abgelaufen ist oder es den letzten Prüfbericht nicht mehr gibt.
  • Der Prüfbericht ist für die Zulassung zwingend notwendig, generell im Fahrzeug mitzuführen und auf Verlangen bei einer Verkehrskontrolle vorzulegen – ist dieser verschwunden, wird eine neue Hauptuntersuchung nötig. Beim Kauf eines Gebrauchtwagen ist die Frage „wann muss man zum TÜV“ also durchaus berechtigt.

Abnahme eines Fahrzeugs durch den TÜV nach technischen Veränderungen

  • Das in Deutschland so beliebte Tuning führt je nach Veränderung am Fahrzeug zu einer Neuabnahme, Umrüstungen wie Tieferlegung, Kotflügelverbreitung, ein neuer Spoiler oder ein neues Lenkrad, müssen in den Fahrzeugschein eingetragen sein.
  • Der TÜV untersucht dabei, ob die verbauten Teile zum einen für das Fahrzeug generell überhaupt zugelassen sind und zum anderen, ob durch die Veränderung die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird.
  • Aber nicht nur Umbauten an der Karosserie bedürfen einer Eintragung, auch Motortuning ist meldepflichtig. Wird ein Fahrzeug durch Chippen zum Beispiel so modifiziert, dass es von einhundert PS auf einhundertzwanzig PS aufgerüstet ist, muss sowohl die Auspuff- als auch die Bremsanlage angepasst sein, um die Verkehrssicherheit nicht zu beeinträchtigen.
  • Nach großen Tuningmaßnahmen erfolgt eine komplette Neuabnahme mit einer entsprechenden Änderung im Fahrzeugschein, was sich dann unter umständen auch bei der Versicherung und der Kfz-Steuer bemerkbar macht.
  • Wer sein Fahrzeug durch Tuning verändert, braucht sich also die Frage „wann muss man zum TÜV“ nicht stellen, er muss das Fahrzeug bei technischen Veränderungen generell vorführen.