Keiner redet gern darüber, dabei hatte fast jeder schon einmal mit Schädlingen im Haus zu tun. Gerade im Bad fühlt sich das ein oder andere Ungeziefer im Bad sehr wohl. Denn viele Schädlinge mögen die Wärme und die Feuchtigkeit, die oft im Badezimmer herrschen. Auch Schimmelpilze entstehen meist zuerst im Bad, diese sind für einige Schädlinge eine Köstlichkeit. Aber auch Hautschuppen oder Haare sind Nahrung für das ein oder andere Ungeziefer.
Sinnvoll vorbeugen
Doch man muss Schädlinge im Bad nicht einfach hinnehmen. Am wirkungsvollsten ist die sinnvolle Vorbeugung. Halten Sie stets Ihr Bad sauber und beschränken Sie somit die Nahrung für die Viecher auf ein Minimum. Auch sollten Sie die Luftfeuchtigkeit im Bad so niedrig wie möglich halten: Heizen Sie also das Bad gut und vergessen Sie nicht mehrmals am Tag stoßzulüften. Kippen Sie nicht das Fenster, dadurch kühlen die Wände dauerhaft aus und Schimmel kann leichter entstehen – was wiederum einiges Ungeziefer magisch anzieht.
Seit dreihundert Millionen Jahren auf der Erde
Die häufigsten Ungeziefer im Bad sind wohl die Silberfischchen. Die Tiere sind länglich geformt und flügellos. Ihre Fühler sind extrem lang, der Körper verjüngt sich nach hinten. Bedeckt sind sie mit silbergrauen, manchmal auch dunkleren Schuppen. Sie werden bis zu elf Millimeter groß. Silberfischchen können bis zu zwei Jahre alt werden – und sie scheinen nicht vom Aussterben bedroht zu sein: Silberfischchen gibt es bereits seit dreihundert Millionen Jahren.
Tagsüber verstecken sie sich in Ritzen oder hinter losen Tapeten, sie sind nachtaktive Tiere.
Mit dem Fön gegen die Fische
Je wärmer und feuchter es ist, desto wohler fühlen sich Silberfischchen. Neben dem Bad findet man sie manchmal auch in der Küche. Die Tiere sind allerdings keine Gesundheitsgefährdung, sie übertragen keine Krankheiten. Trotzdem will man sie natürlich nicht im Badezimmer haben. Um es für die Tierchen ungemütlicher zu machen, sollte man am besten täglich im Bad Hautschüppchen und Haare auskehren, dichten Sie alle Ritzen und Fugen ab oder pusten mehrere Minuten mit dem Fön in Ritzen, denn Trockenheit ist der Tod für Silberfischchen. Sie können auch Diamantenerde oder Kieselgur in die Spalten streuen.
Andere Plagen
Doch nicht nur Silberfischchen machen es sich in deutschen Badezimmern gern heimisch. Ofenfischchen sind etwas größer als Silberfischchen, sie werden bis zu 13 Millimeter groß. Außerdem sind sie dunkler. Sie mögen es noch wärmer als Silberfischchen und überleben auch mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit. Ihr bevorzugter Lebensraum ist in der Nähe von Heizungsanlagen oder Öfen. Dem Moderkäfer schmeckt Schimmel besonders gut. Da dieser in den meisten Fällen gesundheitsgefährdend ist, sollte der Schimmel schnellstmöglich entfernt werden. Der Käfer selbst ist allerdings nicht gesundheitsschädigend, sondern nur ein Anzeichen für Schimmelbildung.