Warmmiete aufschlüsseln: Welche Kosten enthalten sind

Der Begriff Warmmiete ist nicht immer hundertprozentig abzugrenzen, doch sollte man bei Abschluss eines Mietvertrages, detailliert darauf achten, welche Kosten inbegriffen sind und welche separat an externe Anbieter zu leisten sind.


Die Warmmiete ist genau der Betrag, den ein Mieter an seinen Vermieter monatlich zu zahlen hat. Häufig jedoch wird der Begriff in diesem Zusammenhang, falsch interpretiert. Im täglichen Gebrauch werden zu der normalen Miete, die man monatlich zahlt, Kosten für Strom oder auch Telefon hinzugerechnet. Diese sind jedoch kein Bestandteil der Warmmiete, da Sie im Regelfall separat an den jeweiligen Anbieter gezahlt werden. Die eigentliche Warmmiete beinhaltet die sogenannte Kaltmiete und die dazugehörigen Nebenkosten. Die Kaltmiete ist lediglich der Teil der Miete, welcher die alleinige Raumnutzung abdeckt.

 

Die Bedeutung von Nebenkosten

  • Nebenkosten werden monatlich neben der Miete als Abschlagszahlung gezahlt. Einmal jährlich werden die tatsächlich entstandenen Kosten mit den abschlägig gezahlten Beträgen verrechnet. In der sogenannten Nebenkostenabrechnung erhält der Mieter dann eine Auflistung der entstandenen Kosten und erhält, je nach Ergebnis, eine Rückzahlung oder muss eine Nachzahlung leisten.

 

  • Bei Mehrparteienhäusern werden die Kosten nach einem bestimmten Verteilerschlüssel aufgeteilt. Im Normalfall wird der Anteil, der zu tragenden Kosten, nach Kopfzahl oder Wohnungsgröße bestimmt, kann jedoch auch nach dem tatsächlichen Verbrauch berechnet werden. Gerade letzteres ist bei Wasserkosten oder auch Heizkosten üblich, denn nicht jede Mietpartei verbraucht gleich viel. Zudem ist dort der Verbrauch anhand von Zählern genau messbar.

 

Bestandteile der Nebenkosten

  • Die in der Warmmiete enthaltenen Nebenkosten, lassen sich nach warmen und kalten Kosten unterscheiden. Die warmen Betriebskosten sind Heizkosten und Kosten für Warmwasser. Sie machen den größten Anteil der Nebenkosten aus.

 

  • Zu den kalten Kosten gehören Grundsteuer, Wasserkosten und Abwasserkosten. Auch Versicherungen gegen Feuer-, Wasser-, Sturm- und Elementarschäden zählen dazu, wobei je nach Ausstattung auch Glasversicherungen oder bestimmte Haftpflichtversicherungen, für gewisse Einrichtungen (Fahrstuhl, Öltank oder Ähnliches), enthalten sein können.

 

  • Dazu kommen Kosten für die Müllabfuhr und den Schornsteinfeger. Sollten ein Hausmeister oder Reinigungskräfte beschäftigt sein, so werden diese Kosten auch auf den Mieter umgelegt. Wenn ein Fahrstuhl zur Verfügung steht, fließen die dadurch entstehenden Kosten, ebenso wie Stromkosten, für die Beleuchtung der Anlage, Kosten für Gemeinschaftsantennen und Kosten für die Gartenpflege, mit in die Abrechnung.

 

  • Sonstige Kosten, die dem Vermieter durch Gemeinschaftseinrichtungen, wie einer Sauna oder einem Schwimmbad entstehen, sind ebenfalls umlageberechtigt und müssen als Teil der Nebenkosten, innerhalb der Warmmiete, vom Mieter mitgetragen werden.