Warzen entfernen

Obwohl die meisten von ihnen gutartige Veränderungen der Haut sind sollte man Warzen entfernen, da sie ansteckend sind.


Die meisten Warzenarten sind gutartige Veränderungen der Haut. Sie werden durch Viren hervorgerufen und sind daher ansteckend. Am häufigsten sind flache oder leicht fadenförmige Warzen im Gesicht und an den Händen. Warzenviren dringen durch kleinste Verletzungen in die Haut ein. Die Inkubationszeit – darunter versteht man die Zeit von der Ansteckung bis zur Entstehung einer Warze – beträgt zwischen sechs Wochen und zwei Jahren. Dabei verdickt sich die Hautschicht an der Eintrittsstelle des Virus und bildet eine sichtbare Hautveränderung. Menschen mit Durchblutungsstörungen und dünner Haut sind besonders anfällig für Warzen. Warum manche Menschen unter Warzen leiden und andere nicht, ist noch nicht genau geklärt. Manchmal verschwinden Warzen auch ohne Behandlung wieder. Offensichtlich ist das Immunsystem mancher Menschen gar nicht oder zeitweise nicht fähig, gegen die Warzenviren anzugehen.

 

Welche Arten von Warzen gibt es?

  • Normale Warzen (Verruca vulgaris) sind leicht erhabene, raue Hautverdickungen. An den Fußsohlen können auch Plantarwarzen auftreten, bei denen mehrere Warzen nebeneinanderliegen. Manchmal erkennt man im Inneren der Warze einen kleinen schwarzen Punkt oder Faden. Dornwarzen entstehen durch Druck, meist an der Fußsohle. Sie wachsen schmerzhaft nach innen und sind besonders hartnäckig.

 

Warzen entfernen - Behandlungsmöglichkeiten

  • Zum Warzen entfernen verwendet man salicyl- oder milchsäurehaltigen Tinkturen oder Pflaster, die die betroffenen Hautstellen wegätzen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass umgebende, gesunde Hautpartien nicht mit dem Wirkstoff in Berührung kommen, denn sie werden sonst ebenfalls verletzt. Dieses Risiko wird gemindert, wenn man vor dem Aufkleben des Pflasters die gesunden Hautstellen mit fett- oder zinkhaltigen Salben eincremt. 

 

  • Manche Warzen können auch vereist, ausgeschabt oder gelasert werden. Die Viren beseitigen diese Behandlungsmethoden nicht, nur die Warze selbst. Es können jederzeit wieder neue Warzen auftreten oder man kann sich erneut anstecken. Wichtig ist es daher, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen und das Immunsystem zu stärken.

 

Gefährliche Warzen

  • Feigwarzen sind Warzen, die sich im Genitalbereich ansiedeln. Sie haben ein blumenkohlartiges Aussehen und können durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Diese Warzen werden durch das Humane Papillom-Virus (HPV) hervorgerufen. Von diesem Virus kennt man bis jetzt etwa 100 Unterarten, es ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Experten gehen davon aus, dass zwei Drittel aller Menschen eine Form des HPV in sich tragen. Wie auch bei anderen Warzenarten kann man nicht mit Gewissheit sagen, warum bei einigen Menschen, die das Virus in sich tragen, die Warzen ausbrechen und bei anderen nicht.

 

Krebs durch Warzen?

  • Genitalwarzen stehen in Verdacht, verschiedene Krebsarten auszulösen, unter anderem auch Gebärmutterhalskrebs. Seit Oktober 2006 gibt es eine Impfung gegen das Virus. Diese Impfung ist freiwillig, sie wird jedoch von der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen.