Was ist Asthma eigentlich? Viele sprechen von der Krankheit ohne wirklich zu wissen, was diese eigentlich ausmacht. Asthma ist eine chronische Entzündung der unteren Atemwege. Die Infektionen werden durch verschiedene Stoffe und Reize, wie Anstrengung oder Klimawechsel, verstärkt. Durch die dauernden Reizungen reagieren die Bronchien schnell überempfindlich und verkrampfen sich.
Bei 90 Prozent der Asthmatiker treten die Anfälle in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden gehäuft auf. Nicht nur über den Tag können sich die Symptome verändern, sondern auch jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen. Während des Anfalls ist die Ausatmung erschwert und es kommt zu Reizhusten und Luftnot. Man kann deutliche Atemgeräusche wahrnehmen, die der Arzt als Giemen bezeichnet.
Was ist Asthma und was passiert im Körper?
Bei einem Asthmaanfall zieht sich die Muskulatur der Bronchialwand zusammen. Die Schleimhaut lagert Wasser ein (Ödem), verdickt und entzündet sich. Dadurch wird mehr Schleim produziert, der dann die ohnehin schon verengten Atemwege blockiert. Der Schleim ist so zähflüssig, dass er sich kaum abhusten lässt. Bei dem Betroffenen entsteht, aufgrund der Kurzatmigkeit und der Luftnot, Angst. Die Atmung verstärkt sich daraufhin, sodass die Atemmuskulatur ermüdet. Das Gefühl zu ersticken macht sich breit, woraufhin Todesangst ausbricht. Die weitere Verschlechterung der Atmung führt dazu, dass nach einiger Zeit tatsächlich ein Sauerstoffmangel im Blut entstehen kann.
Asthma kennzeichnet sich dadurch, dass es sich spontan zurückentwickeln kann. Die Symptome werden besser oder verschwinden sogar ganz. Vor allem bei Kindern kann dies vorkommen. Wer als Kind Asthma hat, kann durchaus als Erwachsener beschwerdefrei sein.