Was ist Rheuma? Diagnosekriterien

Was ist Rheuma? Damit die Diagnose Rheuma eindeutig gestellt werden kann, muss eine Mindestanzahl bestimmter Faktoren vorhanden sein, die von dem American College of Rheumatology festgelegt worden sind.


Was ist Rheuma? Wann ist ein Patient betroffen? Mit dem Ziel, das Krankheitsbild der rheumatoiden Arthritis zu vereinheitlichen, hat das American College of Rheumatology im Jahr 1987 verschiedene Kriterien aufgestellt, von denen mindestens vier Stück erfüllt sein müssen, damit eine Rheuma Diagnose gestellt werden kann.

Folgende Diagnosekriterien sind hierbei zu beachten: Mindestens sechs Wochen leidet der Patient an:

  • einer Morgensteifigkeit der Gelenke
  • Arthritis mit tastbarer Schwellung in drei oder mehr Gelenkregionen
  • Arthritis an Hand- oder Fingergelenken
  • Symmetrischer Arthritis (Befall beidseitiger Gelenkregionen)
  • Das Vorhandensein von Rheumaknoten (das sind verschiebbare, sich unter der Haut befindende recht feste Knoten, die meist an Stellen mit erhöhter Druckbelastung auftreten)
  • Der Nachweis von Rheumafaktoren im Blut
  • Rheumatypische Röntgenbildveränderungen

Was ist Rheuma? Biomarker helfen
Was eine zuverlässige und frühzeitige Rheuma Diagnose angeht, so liegt die Hoffnung der Forscher gegenwärtig auf den sogenannten Biomarkern. Mittels dieser soll eine rheumatische Erkrankung schon nach Wochen oder sogar Tagen als solche erkennbar und sicher einzuordnen sein. Als Biomarker sind Proteine zu verstehen, mit denen Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand eines Menschen möglich sind und Personen als rheumatisch eingestuft werden können.
Im Kontext rheumatischer Erkrankungen wird im Körper gezielt nach Proteinen gesucht, die entweder ausschließlich oder in deutlich größerer Menge bei Rheumakranken vorhanden sind. Auf diese Weise soll eine schnelle, gezielte und sichere Diagnose von Rheuma gelingen.