Was schreibt man in ein Kondolenzbuch: Anregungen

Was schreibt man in ein Kondolenzbuch ist eine Frage, die Sie von Ihrer persönlichen Beziehung zu der verstorbenen Person abhängig machen sollten.


Wenn man zu einer Beerdigung oder zu einer Trauerfeier geht, stellt sich spätestens am Eingang der Kirche oder Kapelle die Frage: Was schreibt man in ein Kondolenzbuch? Aus Verlegenheit unterschreiben die meisten Gäste einfach nur und verkennen dabei den eigentlichen Sinn eines Kondolenzbuches.

Das Kondolenzbuch ist ein wichtiger Teil der Trauerarbeit

  • Da die Angehörigen direkt nach dem Sterbefall hauptsächlich mit der Erledigung diverser Formalitäten beschäftigt sind, beginnt die eigentliche Trauerarbeit oft erst nach der Beerdigung. Ein Kondolenzbuch ist für die Angehörigen in dieser Zeit somit ein wichtiges Mittel, um sich an den Verstorbenen und die Trauergäste zu erinnern. Das sollte Ihnen immer bewusst sein, wenn Sie sich fragen: Was schreibt man in ein Kondolenzbuch? Äußern Sie sich daher in keinem Fall negativ!
  • Wenn Sie nur aus Anstand an einer Trauerfeier teilnehmen, obwohl die verstorbene Person Ihnen eigentlich unsympathisch oder sogar unbekannt war, sollten Sie sich kurz fassen oder tatsächlich nur unterschreiben. Wählen Sie Formulierungen wie "Herzliches Beileid sagt..." oder "In Anteilnahme, ..." und unterschreiben Sie leserlich.

Ein wichtiger Mensch ist gegangen

  • Was schreibt man in ein Kondolenzbuch, wenn ein wichtiger Mensch gegangen ist, ist die schwierigere Frage. Hierbei sollten Sie sich in erster Linie von Ihren Gefühlen und Ihrer Beziehung zu der verstorbenen Person leiten lassen. Sie können von gemeinsamen Erlebnissen oder Hobbys wie Kegeln, Wandern oder Kartenspielen berichten. Sie können auch eine schöne Anekdote erzählen oder besondere Charaktereigenschaften wie Hilfsbereitschaft oder Verlässlichkeit hervorheben.
  • Vielleicht war die verstorbene Person auch sehr musikalisch und Sie werden das ausgezeichnete Klavierspiel vermissen. Eigene Worte sind natürlich am persönlichsten, aber oft schwer zu finden. In einem solchen Fall können Sie sich damit behelfen, dass Sie Ihre Gefühle mit einem Gedicht zum Ausdruck bringen. Dies bietet sich besonders an, wenn der Verstorbene an Lyrik interessiert war. Bibelzitate sind eine gute Wahl, wenn die verstorbene Person religiös war. Wählen Sie Gedichte oder Verse nur aus Mangel an eigenen Worten, könnte das bei den Angehörigen den Eindruck einer unangenehmen und vor allem gedankenlosen Pflichterfüllung hinterlassen.
  • Was schreibt man in ein Kondolenzbuch, wenn man an einer Trauerfeier teilnimmt, ist somit eine Frage, die Sie sich bereits im Vorfeld gestellt und beantwortet haben sollten. Sie können Ihren vorgefertigten Text natürlich zur Abschrift mitnehmen und sollten darauf achten, dass Sie diesen leserlich, fehlerfrei und ohne Durchstreichungen niederschreiben.
  • Wenn Ihr Text sehr lang ist, können Sie mit dem Bestatter auch vereinbaren, dass Sie früher kommen oder noch etwas Zeit nach der Trauerfeier benötigen. So haben die anderen Trauergäste ebenfalls die Möglichkeit, in Ruhe Ihre Gedanken und Gefühle zu notieren.