Was Sie können müssen, wenn Sie Nachhilfe geben wollen

Für Studenten kann Nachhilfe ein guter Job neben dem Studium sein. Für den Schüler, dem Sie helfen, können Sie eine unterstützende Bezugsperson darstellen. Sie müssen jedoch ein paar Voraussetzungen erfüllen, um Nachhilfe geben zu können und fachspezifische Probleme oder emotionale Tiefs zu meistern.


Zunächst einmal ist Nachhilfe keine Tätigkeit, die man mal eben im Vorbeigehen erledigt. Wie in jedem Job müssen Sie fachliche Kompetenzen vorweisen können. Schließlich wollen Sie sich nicht vor dem Schüler blamieren. Setzen Sie sich also vorher mit folgender Frage auseinander: Bin ich überhaupt dafür geeignet, Nachhilfe zu geben?

Fachliche Kompetenz

  • Es scheint banal, aber Sie sollten wirklich nur dann Nachhilfe geben, wenn Sie im betreffenden Gebiet auch wirklich fit sind. Idealerweise verfügen Sie über ein abgeschlossenes Studium oder über eine andere Ausbildung in dem betreffenden Bereich.
  • Setzen Sie sich mit dem derzeit geforderten Stoff im zu unterrichtenden Fach auseinander. Lesen Sie sich bei längerer Nichtbeschäftigung mit den Inhalten in die Materie ein und frischen Sie Ihr Wissen auf. Zusätzlich können Sie ebenfalls auf Ihre Erfahrung im jeweiligen Fachgebiet zurückgreifen.

Pädagogische Fähigkeiten

  • Wenn die Voraussetzung der fachlichen Kompetenz erfüllt ist, geht es daran, Ihren pädagogischen Scharfsinn zu prüfen. Dabei reicht es nicht aus, wenn Sie die Inhalte nur fachlich durchdringen. Sie müssen das Wissen auch gut vermitteln können.
  • Im Schulbetrieb werden immer wieder Lehrer bemängelt, die zwar fachliche Kompetenz besitzen, aber keinerlei Einfühlungsvermögen für das Lernverhalten der Schüler vorweisen. Trainieren Sie die fachliche Vermittlung mit Freunden und erklären Sie Sachverhalte anschaulich anhand von Beispielen und klaren Aussagen.

Nachhilfe geben heißt einfühlsam sein!

  • Nun sind Sie fachlich kompetent und erzieherisch bewandert und könnten der neue Lieblingsnachhilfelehrer ihres Schützlings werden. Dazu müssen Sie nun aber noch Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen vorweisen können.
  • Sie sollten sich dazu mit persönlichen Problemen des Schülers auseinandersetzen können. Oftmals hängen dessen eigene Lebensumstände mit dem gezeigten Lernverhalten zusammen. Gehen Sie auf den Schüler ein und bauen Sie ein Vertrauensverhältnis zu ihm auf. Der Schüler soll schließlich motiviert und mit Freude in Ihre Stunde kommen.

Eine Probestunde vereinbaren

  • Wenn Sie Nachhilfe geben wollen, tun Sie dies wirklich nur dann, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Weder Sie noch Ihr zukünftiger Schüler haben schließlich etwas von vorgegaukeltem Halbwissen.
  • Sie können Ihre Fähigkeiten auf jeden Fall in einer vorher vereinbarten Probestunde testen und den Schüler erst einmal kennenlernen. Und denken Sie immer daran: Nachhilfe geben bedeutet manchmal auch Trost spenden!