Was tun gegen lästige Hühneraugen?

Die schmerzhaften Verhornungen sehen nicht nur aus wie Hühneraugen, auch der verursachte Schmerz erinnert an das Zuhacken eines Huhns. Wer sich allerdings gleich selbst behandelt und vorbeugende Pflege betreibt, muss sich nicht lange mit dem Piesacker herumschlagen.


Hühneraugen, auch Clavis genannt, sind zu vergleichen mit einem Eisberg. So hoch wie sie auf der Haut wachsen, so tief türmen sie sich mindestens auch nach innen. Im medizinischen Sinn sind es Verdickungen der Hornhaut, die sich spitz in die Haut bohren und dabei durch Druck auf den Knochen einen unangenehmen Schmerz verursachen.
Sie treten meist an den Zehen oder den Zehengelenken auf und werden häufig mit Warzen verwechselt. Hühneraugen sind nicht gefährlich, können aber sehr schmerzhaft werden. Gerade ältere Menschen sind dann stark betroffen und in ihrer Bewegungsfähigkeit enorm eingeschränkt.

Ursachen
Die Ursache für eine Hornhautbildung ist meist der durch einen zu engen oder unbequemen Schuh ausgelösten Druck. Gerade bei spitz zulaufenden, hohen Schuhen kann so etwas leicht passieren. Auch kann so eine Verhornung an hervorstehenden Knochen auftreten, was das Tragen eleganter Schuhe, die keinen großen Komfort aufweisen, unmöglich macht. Betroffene sind meist Diabetiker oder Patienten mit Durchblutungsstörungen.

Behandlung
Ist man von einem fiesen Hühnerauge betroffen, so hilft meistens nur eine Entfernung des selbigen. Ignorieren kann man die Clavis meist nicht, denn schon nach kurzer Zeit stellt sich ein unangenehm stechender Schmerz ein.
Die übliche Behandlung ist der Einsatz von Salcylsäure. Dieser Wirkstoff löst die Verhornung auf und schält sie ab. In Form eines Pflasters ist das Herausziehen des Hühnerauges nach einer gewissen Einwirkzeit besonders einfach. Salcylsäurehaltige Cremes oder die Pflaster gibt es in jeder Apotheke. Sie sollten aber darauf achten, dass die gesunde Haut nicht mit der Säure in Berührung kommt. Hier ist es angebracht die Haut, die nicht behandelt werden soll, mit fetthaltiger Creme abzudecken.
Sitzt ein Hühnerauge besonders tief, so muss es operativ entfernt werden oder bei der Maniküre herausgenommen werden.

Wann zum Arzt?
Einen Spezialisten aufsuchen sollten Sie unbedingt, wenn die Beschwerden nicht nachlassen und sie kaum schmerzfrei laufen können. Auch, wenn immer mehr Hühneraugen auftreten, sollten Sie zum Arzt, denn dann kann es durchaus sein, dass es nicht Hühneraugen, sondern Warzen sind.
Treten offene Stellen am Fuß auf, heißt es ebenfalls auf zum Doktor, denn die können sich entzünden und hierbei sollte abgeklärt werden, was die Ursache dieser ist.

Prophylaxe
Zur Vorbeugung scherzhafter und unschöner Hühneraugen sollte beim Schuhkauf darauf geachtet werden, den Fuß nicht unnötigen Schmerzen durch Druckstellen oder zu enge Schuhe auszusetzen. Dann entstehen Hühneraugen schneller als gedacht. Meist hilft auch schon das Tragen von Einlagen oder Druckschutzpflastern, wenn Sie dazu neigen sollten, immer an den gleichen Stellen Verhornungen zu bekommen. Des Weiteren ist eine ausführliche Pflege der Füße unabdingbar. Fußbäder und -cremes weichen die Hornhaut auf und so lässt sie sich leicht entfernen. Durch diese relativ einfache Pflege lassen sich Hühneraugen grundsätzlich vermeiden. Ein guter Tipp ist, beim Baden jedes Mal einen Bimsstein anzuwenden.

Hausmittel
Wer nicht gleich zur Apotheke laufen will, für den gibt es immer Rat aus Omas unerschöpflichem Repertoire der Hausmittel. Für eine wirksame Lösung gegen ein lästiges Hühnerauge hilft folgendes Hausrezept:
Einfach fünf pulverisierte Aspirintabletten mit einem halben Teelöffel Zitronensaft und einem halben Teelöffel Wasser vermischen und auf das Hühnerauge auftragen. Da dadurch auch Salicylsäre entsteht, allerdings in einer Masse, hilft es genauso gut wie das Mittelchen aus der Apotheke. Den behandelten Fuß in ein warmes Handtuch einpacken und mit einer Plastiktüte umwickeln - nach einer Viertelstunde kann dann das Hühnerauge leicht entfernt werden.