Arten- bequem oder individuell?
Man unterscheidet heute grundsätzlich zwei Bauarten von Wasser Betten, die Softside- und die Hardside-Varianten. Die Hardside-Bauweise ist die ursprüngliche, denn sie bedingt, dass ein vorhandener oder auf Maß gefertigter Rahmen mit Grundplatte zur Aufnahme der wasserbefüllten Matratze dient. Es ist eine recht aufwendige Konstruktion, die auch heute noch zum Einsatz kommt, weil sie die Anpassung des Bettes an vorhandene Einrichtungen oder auch neue Designideen ermöglicht. Für die eigentliche Funktion des Bettes ist es unerheblich, woraus der Rahmen besteht oder wie die äußere Form gestaltet ist. So kommen hier alle Werkstoffe vor, die wir auch von konventionellen Betten her kennen. Ob Spanplatten, Massiv-Hölzer, Eisen- oder Messing-Konstruktionen – hier ist alles möglich, vorausgesetzt, die nötige Stabilität ist gewährleistet.
Den Rahmen selbst bauen
So ist diese Variante vor allem auch dort beliebt, wo findige Bastler ihr eigenes Bett selbst bauen wollen. Zu beachten ist dabei, dass neben dem stabilen Rahmen auch für eine entsprechende Unterkonstruktion gesorgt wird, die der Gewichtsverteilung dient. Zudem muss eine Sicherheitsfolie eingelegt werden, die im Falle von Undichtigkeiten hilft, größere Schäden zu vermeiden. Ratsam ist, vor dem Bau eines eigenen Rahmens die Matratze anzuschaffen, um auf Maß zu arbeiten. Ein Hardside-Bett kann dann durchaus kostengünstig sein, bietet zudem eine recht große Liegefläche, wirkt aber durch den Rahmen und eventuelle Design-Elemente eher wuchtig.
Rundum wohlfühlen: das Softside Bett
Softside-Betten verfügen, wie der Name schon sagt, über weiche Seiten, verzichten insofern auf einen Umbau aus Holz oder Metall. Prinzipiell basiert ein Softside-Bett auf einer Umrandung mit Schaumstoff-Profilen, die der Matratze den erforderlichen seitlichen Halt geben. Dieser insgesamt weiche Aufbau bringt mit sich, dass es keine harten Ränder gibt, die sich beim „Einsteigen und Aussteigen“ unangenehm bemerkbar machen können. Der konstruktionsbedingt breite Schaumstoffrahmen verkleinert aber die eigentliche Liegefläche in der Relation zu den Grundmaßen des Bettes, denn er muss natürlich eine gewisse Breite haben, um die Stabilität zu gewährleisten. Wichtig ist in jedem falle die sogenannte Sicherheitswanne, die eventuell austretendes Wasser aus Leckagen aufnimmt, sowie eine feste Grundplatte, möglichst mit Gewichtsverteilenden Elementen.
Bei Aufstellung des Bettes auf einem glatten Untergrund, wie zum Beispiel Laminat oder Parkett, empfehlen sich zusätzliche Filzgleiter, die es ermöglichen, zumindest kleine "Verschiebungen" vorzunehmen. Bei größeren Platzveränderungen oder einem Umzug ist es unerlässlich, das Wasser abzulassen, um das Bett zu bewegen.
Welches Bett für mich?
Insgesamt gesehen setzen sich die Softside-Betten auf dem Markt durch. Weniger Bauteile, dadurch geringerer Aufwand und Preis bewirken eine stärkere Nachfrage. Neben der grundsätzlichen Unterscheidung in Hardside – Betten, mit festem Rahmen und Unterbau, der aus den verschiedensten Werkstoffen bestehen kann und auch zum Selbstbau geeignet ist, und Softside – Betten, bei denen Matratze und Schaumstoff-Umbau quasi eine Einheit bilden, die sich durch weiche Seiten und bequemen Einstieg auszeichnet, gibt es noch weitere Möglichkeiten.
Das Dualsystem für Paare
So kann man im Falle eines Doppelbettes mit zwei verschiedenen Matratzen arbeiten (Dual-System) um so auf die verschiedenen Anforderungen durch Körpergewicht, Größe und
Härtegrad / Beruhigungsstufe einzugehen, oder es bei der Uno-Variante belassen, mit einer durchgängigem Matratze für die gesamte Liegefläche. Hier ist natürlich zu beachten, dass sich im Wasser jede Form der Bewegungs-Energie über die gesamte Fläche ausbreitet und somit selbst bei der höchsten Beruhigungsstufe störend wirken kann. Die Dual-Variante ist hier klar im Vorteil. Der gefürchteten „Besucher-Ritze“ zwischen den beiden Matratzen begegnet man am besten mit einer durchgehenden Auflage.
Innovationen auf dem Wasser Betten Markt
Noch wenig verbreitet: das Gel-Bett, bei dem statt Wasser eine gallertartige Masse eingefüllt wird und weniger Bewegungsübertragung verspricht. Auch die teilweise schon erhältlichen Schlauch-Systeme versprechen hier noch einiges an Neuerungen, stecken aber noch in den Kinderschuhen und liegen preislich außerhalb des Vergleiches. Hier bleibt abzuwarten, was die Entwicklung noch an Innovationen parat hat.