Wasser sparen schont die Natur und den Geldbeutel

Mithilfe einiger weniger Maßnahmen können im Haushalt täglich viele Liter Wasser eingespart werden. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern spart auch viel Geld.


Fließendes Wasser galt kurz nach der Einführung in den Industrieländern als großer Luxus. Nur die wohlhabenden Schichten konnten sich das fließende Nass aus dem Wasserhahn leisten. Doch schnell bekamen sämtliche Schichten Zugang zu sauberem Trinkwasser, das dadurch zur Normalität wurde. Die Vorstellung, dass Wasser unbegrenzt zur Verfügung steht und billig ist, hält sich daher bis heute in den Köpfen der Menschen.

Die Wasserversorgung der Erde

  • Die Welt wie wir sie kennen, verändert sich zunehmend. Der Klimawandel hält immer mehr Einzug. Ausgetrocknete Flüsse und Wüstenbildungen sind jedoch nicht nur die Folge der Erwärmung der Erde, sondern auch die der enormen Verschwendung von Wasser durch Industrie, Landwirtschaft und vor allem durch Privatpersonen. Selbst in einigen Industrieländern ist bereits von Wasserknappheit die Rede.
  • Die Bevölkerungszahlen auf der Erde explodieren, ganze Länder trocknen aus und große Wüstenlandschaften entstehen. Die Wasservorräte der Erde wachsen dabei nicht - im Gegenteil: Bereits im Jahr 2050 wird ein Drittel der Weltbevölkerung unter starker Wasserknappheit leiden.
  • Doch spielt nicht nur der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit eine große Rolle, sondern auch das Sparen von Geld. Wasser ist längst keine billige Ware mehr. Jeder Deutsche verbraucht pro Tag etwa 127 bis 190 Liter Trinkwasser, dass dann einfach im Abfluss verschwindet. Dabei werden lediglich zwei Prozent des Wassers zum Trinken und Kochen genutzt. Ganze 70 Prozent werden durch Duschen, Baden, die Toilettenspülung und die Waschmaschine verbraucht.

Im Alltag Wasser sparen

  • Wenn Sie einige Tipps beachten, können Sie bares Geld sparen und gelichzeitig die Umwelt schützen. Als erstes müssen unbedingt die Gewohnheiten geändert werden. Zum Beispiel sollten Sie weniger baden und stattdessen duschen, denn ein Vollbad verbraucht etwa 160 Liter, ein Duschvorgang jedoch nur 30 bis 50 Liter Wasser. 
  • Stellen Sie den Wasserhahn beim Zähneputzen, Händewaschen und Duschen regelmäßig aus. Waschen Sie zudem Ihre Wäsche nur, wenn die Maschine voll ist. Zudem sollten Sie Wasserhähne und Spülkasten auf ihre Dichtigkeit überprüfen, denn tropfende Hähne können im Jahr bis zu 5000 Liter Wasser verschwenden.

Wassersparende Armaturen im Bad

  • Wenn Sie hingegen etwas Geld investieren, können sie bis zu 50 Prozent des Wasserverbrauches einsparen. Wer beispielsweise etwa zehn Minuten am Stück duscht, ohne den Wasserhahn abzustellen, verbraucht damit mehr als ein Durchschnittsdeutscher pro Tag (150 bis 170 Liter). Mit einem entsprechenden Sparduschkopf hingegen strömen nur noch 90 bis 100 Liter durch die Brause. 
  • Wichtig sind außerdem vor allem Spülkästen mit einer Stoppfunktion, denn die Toilettenspülung zählt zu den größten Wasserverbrauchern im Haus. Mit einer Stopptaste können Sie bis zu 5 Liter pro Spülung sparen.
  • Auch ein neuer Wasserhahnaufsatz mit Durchflussbegrenzer kann beim Duschen und Händewaschen bis zu 50 Prozent des Wassers einsparen, da die Düse konstant eine bestimmte Menge von Wasser unabhängig vom Leitungsdruck abgibt. Zudem kann dadurch auch beim Erwärmen des Wassers Energie gespart werden, denn je weniger Wasser fließt, desto weniger muss erhitzt werden.