Nachdem es sich bei den ersten Wassermatratzen tatsächlich um große Blasen handelte, die mit Wasser befüllt wurden und in ihrer Beweglichkeit an eine Wasseroberfläche erinnerten, ist es den Herstellern gelungen, durch die modernen Fertigungsverfahren, das heißt dem Einziehen von Zwischenwänden, Vlieseinlagen und ähnliche Maßnahmen, das Wasser zu beruhigen. Die Notwendigkeit ergab sich vor allem dadurch, dass zuvor die Nutzer über regelrechte "Seekrankheit" klagten. Wurde ein solches Bett von mehreren Personen genutzt, führte jede kleine Bewegung eines "Schläfers" dazu, dass auch der Andere im Schlaf gestört wurde. Die Wasserbett Beruhigung wird in verschiedenen Stufen angeboten, sodass auch für besonders empfindliche Menschen nicht mehr die Gefahr besteht, „seekrank“ zu werden.
Verschiedene Stufen der Wasserbett Beruhigung
Der Fachhandel weiß genau, in welche „Beruhigungsstufe“ er die Ansprüche seines Kunden zu kategorisieren hat. Natürlich hat auch das Körpergewicht hier großen Einfluss. Wenn zum Beispiel die beiden Nutzer eines Doppelbettes unterschiedliches Körpergewicht aufweisen, so wird der Leichtere von beiden stets die Bewegungen des Schwereren stärker empfunden. Hier empfiehlt es sich, eventuell auf eine zweigeteilte Matratze auszuweichen, um beiden Parteien einen angenehmen und ungestörten Schlaf zu garantieren. Leider haben sich die Hersteller hier nicht auf genormte Stufen einigen können, sodass hier der Rat des Fachmannes besonders wertvoll sein wird. Wo der eine Hersteller in Klassen von 1 – 5 einteilt, arbeitet der andere Hersteller mit Härte-Gruppen A – C oder nur mit Bezeichnungen von „normal“ bis „still“.Wasserbett-Neulingen ist zu raten, hier wirklich auf den Rat des Fachmannes zu vertrauen, mit einer eher stark beruhigten Variante zu beginnen und vor allem, ein Urteil erst nach längerer Probezeit zu fällen. Der Körper benötigt eine gewisse Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen, das ist nicht mit drei Tagen getan. Der Aufwand wird immer mit einem optimalen Liegekomfort belohnt.
Das Fein-Tuning mit dem Messbecher
Fachleute empfehlen, nach einer Woche eventuelle Feinabstimmungen vorzunehmen, Wasser nachzufüllen oder abzulassen, um den gewünschten Liegekomfort zu erreichen. Meist geht es dabei um wenige Liter, die abgenommen oder zugefügt werden müssen, um die Reaktion der Matratze und den Liegekomfort auf das eigene Körpergewicht und persönliche Vorliegen abzustimmen. Diese Feinabstimmung bedeutet nicht, dass nun jedes Mal der Wasserschlauch angeschlossen werden muss, um nachzufüllen. Ein passender Trichter oder - falls nicht vorhanden - eine leere Wasserflasche, deren Boden entfernt wurde, sind hervorragende und voll ausreichende Hilfsmittel. Zum Ablassen wird lediglich ein kurzes Schlauchstück am entsprechenden Ventil aufgesteckt und in einen bereitstehenden Eimer gehängt. Nach kurzem Ansaugen läuft das Wasser von selbst in den Eimer. Wichtig ist, dass bei diesen Vorgängen keine Luft in die Matratze gelangt, denn eingeschlossene Luftblasen können zu unerwünschten Geräuschen führen. Alle Einfüllventile lassen eine gezielte Entlüftung der Matratze zu. Hier ist auch die Anweisung des Herstellers eine nützliche Hilfe, die auf jeden Fall befolgt werden sollte.