Wassergeburt - Entspannung für Mutter und Kind

Bei der Wassergeburt werden die Geburtsschmerzen als erträglicher empfunden und die zukünftige Mutter kann sich zwischen den einzelnen Wehen im warmen Wasser etwas entspannen


Dass Wasser eine heilende Wirkung versprüht ist allgemein bekannt. Jeder genießt gern ein Bad im warmen Wasser ganz gleich, ob Stress abgebaut oder Schmerzen gelindert werden sollen. Wer sich im Element Wasser generell wohlfühlt, bei dem wird eine Wassergeburt ein positives Entbindungsgefühl hinterlassen. Und genau diese Vorteile werden Frauen bei einer Wassergeburt zuteil.

 

Die Geburtsschmerzen werden als erträglicher empfunden und die zukünftige Mutter kann sich zwischen den einzelnen Wehen im warmen Wasser etwas entspannen. Grundsätzlich kann jede Frau sich für eine Wassergeburt entscheiden, sofern sie sich mindestens in der 37. Schwangerschaftswoche befindet und keine Risikogeburt erwartet wird. Richtig planbar ist eine Wassergeburt nicht, da viele Frauen sich erst kurzfristig, wenn die Schmerzen zu heftig werden, für ein Wannenbad entscheiden. Einige Frauen hingegen bevorzugen es, kurz vor der eigentlichen Entbindung, das Wasser lieber wieder zu verlassen.

Weitere Vorteile einer Wassergeburt
Ein weiterer positiver Effekt besteht bei einer Wassergeburt in der weniger notwendigen Zuführung von Schmerzmitteln. Bei vielen Wassergeburten wurde beobachtet, dass Frauen durch das warme Wasser den Geburtsschmerz besser ertragen können und somit nach weniger Schmerzmitteln verlangen. Zudem sind Dammschnitte oder auch Dammrisse bei Wassergeburten seltener zu verzeichnen. Ferner erwiesen ist eine durch das Wasser verbesserte Wehentätigkeit, da der Ausstoß von Endorphinen und Oxytocinen angeregt wird. Der Blutdruck sinkt und das Beckenbodengewebe entspannt sich, was wiederum den Druck auf die Bauchmuskeln vermindert. Zahlreiche Hebammen beteuern sogar einen positiven Effekt auf die Weitung des Geburtskanals.

Auch das Baby fühlt sich wohl
Auch Babys empfinden eine Wassergeburt als sanft und weniger anstrengend. Es werden weniger von der Mutter ausgeschüttete Stresshormone über die Nabelschnur zum Kind geleitet, sodass der Säugling entspannt seinen Weg nach draußen findet. Nach der Entbindung befindet sich das Neugeborene nur wenige Augenblicke unter Wasser. Säuglinge verfügen über einen natürlichen Atemschutzreflex, welcher verhindert, dass Wasser in die Lunge läuft. Das Baby erhält in diesen Momenten weiterhin genügend Sauerstoff über die Nabelschnur.

Nachteile einer Wassergeburt
So angenehm die Vorteile einer Wassergeburt für die Gebärende auch sind, so müssen doch auch die Risiken in Betracht gezogen werden. Nicht ganz unbegründet ist der Verdacht auf eine erhöhte Infektionsrate sowohl für die Mütter als auch für die Neugeborenen. Ganz im Gegensatz zu einer herkömmlichen Geburt auf einem Gebärbett kann hier nur schwer abgeschätzt werden, wie hoch der Blutverlust bei der Geburt ist. Auch Komplikationen während der Entbindung können nicht sofort behoben werden, da die Frau dazu erst einmal das Wasser verlassen muss.