Wechseljahre: Hormontherapie

Die Produktion der Hormone im Körper soll während der Wechseljahre durch die Hormontherapie stabilisiert werden.


Die Hormontherapie hat das Ziel die Natur zu imitieren, wenn der Körper während der Wechseljahre nicht mehr genug Hormone produziert. Dann sollen Hormonsubstitutionen dazu führen, den „Mangel“ auszugleichen. Der natürliche Monatszyklus soll dabei nachgestellt werden. Zu Beginn wird Östrogen verabreicht und häufig noch etwa zehn Tage im Zyklus Gestagene. Wenn eine Blutung in jedem Fall ausbleiben soll, bietet sich von Anfang an ein Kombinationspräparat an. Die Dosis der Hormone soll möglichst gleich der natürlichen Hormonkonzentration von Frauen vor Beginn der Wechseljahre sein.

Östrogen-Präparate
Die bisher bedeutendste Rolle in der Hormontherapie spielen die Östrogene. Sie werden entweder als Einzelpräparat oder aber in Kombination mit Gestagenen verabreicht. Die Mittel basieren entweder auf natürlichen Hormonen oder auf synthetischen Hormonen und Hormonderivaten. Die synthetisch hergestellten Hormone haben nicht denselben Wirkungsgrad wie die körpereigenen Hormone, daher können Nebenwirkungen auftreten. In der Hormontherapie werden hauptsächlich natürliche Östrogenpräparate in unterschiedlichen Applikationsformen verabreicht. Östrogene werden seit mehr als 50 Jahren in der Hormontherapie eingesetzt, gewonnen werden diese aus dem Urin von schwangeren Stuten.

Kombinationspräparate
Der Beginn der Wechseljahre ist durch eine starke Progesteronabnahme gekennzeichnet. Die ersten Beschwerden sind so meist eher ein Progesteron- und kein Östrogendefizit. Gestagene wirken dem wachstumsfördernden Effekt von Östrogenen auf Gebärmutterschleimhaut entgegen. Kombinationstherapie mit Gestagenen (einschließlich Progesteron) soll einen Gebärmutterkrebs vermeiden. In den Kombinationspräparaten aus Östrogenen und Gestagenen war bisher synthetisches Progesteron enthalten. Das natürliche Progesteron hat aber eindeutig mehr Relevanz, da die synthetischen Gestagene Nebenwirkungen hervorrufen können. Natürliche Gelbkörperhormone werden aus dem Pflanzenstoff Diosgenin der Yamswurzel hergestellt und finden bei der Hormontherapie Verwendung.