Weibliche Hormone: Wissenswertes über Fruchtbarkeit, Menstruation und Wechseljahre

Weibliche Hormone sind wichtige Botenstoffe, die sich im menschlichen Körper befinden und zur Signalübermittlung wichtig sind.


Der Informationsaustausch zwischen Körperregionen, Drüsen und Organen wird zum einen vom Nervensystem gesteuert, aber zum anderen sind auch weibliche Hormone dafür verantwortlich. Das Nervensystem ist sichtbar, weibliche Hormone dagegen nicht. Dennoch werden die verschiedensten Botschaften zu den unzähligen verschiedenen Stellen transportiert. Vergleichbar ist dieser Prozess, um es anschaulicher darzustellen, mit einem fahrenden Zug, der durch die verschiedensten Signale gesteuert wird. Fallen diese Signale aus, wird der Zug mit Sicherheit entgleisen. Dies passiert auch mit dem menschlichen Körper, wenn dieser durch Hormonungleichgewicht gestört ist.

Fruchtbarkeit und Menstruation werden durch weibliche Hormone gesteuert

Es gibt drei Gruppen weiblicher Hormone, die dafür verantwortlich sind, dass sich die Eierstöcke bei einer Frau Eier produzieren und somit die Möglichkeit der Fortpflanzung gegeben ist. Diese Hormone sind Gestagen, Östrogene und Androgene, die sich ständig im Körper befinden und dort zirkulieren. Diese Hormone sind nicht nur für die Fruchtbarkeit und die Menstruation verantwortlich, sondern beeinflussen ebenfalls Nägel, Haut und Haare. Da diese Hormone durch das Blut fließen, gelangen sie unter anderem auch ins Gehirn, wo Freude aber auch Gefühle wie Leid und Schmerz entstehen. Die Fruchtbarkeit kündigt sich mit der ersten Regelblutung, der Menstruation, an. Die Wechseljahre beenden die Fruchtbarkeit bei Frauen ab einem Alter von circa 45 Jahren.

Der Zyklus der Menstruation bei einer gesunden Frau

Eine Frau bekommt jeden Monat oder genauer alle 25 bis 35 Tage, über circa 30 Jahre hinweg ihre durch weibliche Hormone gesteuerte Menstruation. Diese wird durch ein Wechselspiel der Hormone im Zwischenhirn, in den Eierstöcken und in der Hirnanhangsdrüse ausgelöst. Es sollte immer ein sogenannter Zykluskalender geführt werden, um für sich zu wissen, wie der eigene Zyklus verläuft und in welchen Abständen dieser eintritt. Die Menstruation wird im Alter des vierten oder fünften Jahrzehnt immer unregelmäßiger. Dies ist ein Anzeichen, dass die Wechseljahre beginnen und die Fruchtbarkeit langsam beendet wird. Die Funktion der Eierstöcke beginnt zu ruhen und die Produktion der Sexualhormone stellt sich ein. Die Wechseljahre sind ein Zeichen dafür, dass die Frau nicht mehr fruchtbar ist und keine Kinder mehr bekommen kann. Nicht nur die monatliche Blutung bleibt aus, es verändert sich ebenfalls der weibliche Körper der Frau, die in die Wechseljahre gekommen ist. Es können häufig Veränderungen an der Haut und der Brustdrüse aber auch an Scheide und Gebärmutter festgestellt werden. Auch dies ist ganz normal, da die entsprechenden Hormone einfach nicht mehr im Körper aktiv sind. Man sollte sich also nicht erschrecken, wenn sich neben der Wechseljahre noch weitere Veränderungen des Körpers und des Empfindens einstellen.