Weiches Fell und glückliche Stubentiger mit Katzenpflege

Müssen Katzen wirklich nicht baden und wie sieht es mit der Katzentoilette aus? Wir klären über die wichtigsten Tatsachen in Sachen Katzenpflege auf.


Katzen sind sehr reinliche Tiere und übernehmen den Großteil der Pflege und Hygiene selbst. Mithilfe ihrer rauen Zunge lecken sie sich ab und säubern so einerseits das Fell und regen andererseits die Produktion der Talgdrüsen an. So erhält das Fell eine natürliche Imprägnierung und ist vor Wasser geschützt. Dieses Katzenpflege Ritual dauert jeden Tag fast vier Stunden!

Katzenklo regelmäßig säubern
Für Besitzer und Katze ist die Toilette nicht immer ein einfaches Thema. Ist sie zu schmutzig, weigert sich Samtpfötchen das Klo zu benutzen und auch Abneigungen gegen bestimmte Katzenstreuarten zeigen sich in einer plötzlichen Verweigerung. Wenn solche Schwierigkeiten erst einmal aus dem Weg geräumt sind, macht eine Katzentoilette nicht viel Arbeit. Sie sollte einmal am Tag saubergemacht und alle paar Wochen komplett entleert und neu befüllt werden. Die Schüssel wird mit einem sanften Reiniger oder einer Essiglösung – um den Uringeruch loszuwerden – gereinigt und stehengelassen, bis sie wieder trocken ist. Erst danach füllt man sie wieder neu mit Streu, und das durchaus reichlich. Denn Katzen vergraben ihr „Geschäft“ gern. Übrigens: Schwangere sollten die Reinigung der Katzentoilette an ein anderes Familienmitglied abgeben, denn im Katzenkot befinden sich Erreger der Toxosplasmose. Die Mutter überträgt diese an das Baby, das schwere Schäden davontragen kann.

Katzenpflege für samtweiches Fell
Je nach Länge und Beschaffenheit des Fells ergibt sich das Pflegevolumen. Kurzhaarrassen müssen nur einmal in der Woche mit einer harten Bürste gepflegt werden, um Filzknoten vorzubeugen und mögliche Parasiten zu entfernen. Bei Tieren mit sehr langem und weichem Fell ist die Pflege natürlich aufwendiger. Hier heißt es jeden Tag von Kopf bis Schwanz bürsten, da sonst hartnäckige Knoten entstehen, die nicht mehr so leicht zu entfernen sind. Weiches Fell fettet sehr schnell, sodass solche Katzen zusätzlich gepudert werden müssen. Das Puder wird auf das Fell gestreut, einmassiert und anschließend wieder ausgebürstet.

Katzen baden?
Im Normalfall genügt es, wenn sich die Katze selbst reinigt. Wenn der Stubentiger jedoch mit giftigen oder schädlichen Substanzen in Berührung gekommen ist oder mit Parasiten befallen ist, muss die Katze wohl oder übel gebadet werden. Auch besondere Rassen, wie die Main Coone oder die Norwegische Waldkatze müssen gebadet werden. Da ihr Fell es so eingerichtet hat, dass es sich beim Freilauf selbst reinigt, etwa bei einem Regenschauer, müssen reine Wohnungskatzen mit Wasser sauber gemacht werden. Diese Prozedur verhindert, dass zuviel Fett gebildet wird und es zu Entzündungen kommen kann. Das Phänomen des Fettschwanzes kennt man vor allem bei männlichen Tieren dieser Art. Andere Gründe, die für ein Bad sprechen, sind alte und behinderte Tiere, die sich nicht selbst reinigen können, sowie Haushaltsunfälle mit Chemikalien.
Katzen, die das erste Mal gebadet werden, sträuben sich zunächst dagegen, deshalb kann es sinnvoll sein, schon kleine Kätzchen an dieses Prozedere zu gewöhnen. So lernt die Katze schon früh, dass an einem Bad nichts Schlimmes ist.