Weichteilrheuma - Symptome, Ursachen und Therapien

Das Weichteilrheuma ist eine schwer zu diagnostizierende Krankheit mit ungeklärter Ursache, die mit starken Schmerzen einher geht. Daher orientiert sich die Behandlung hauptsächlich an der Schmerzbekämpfung.


Patienten, die an Weichteilrheuma leiden, machen oft eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt durch, bevor die endgültige Diagnose gestellt wird. Auf diesem Irrweg werden sie meist von permanenten Schmerzen am ganzen Körper begleitet. Da die Erkrankung oft sehr unspezifische Symptome aufweist, und die Ursache nicht bekannt ist, müssen erst alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden, bevor die Diagnose zweifelsfrei festgestellt werden kann.

Die Symptome
Die Krankheit Weichteilrheuma, auch Fibromyalgie genannt, charakterisiert sich insbesondere durch starke Schmerzen am ganzen Körper. Die Schmerzhaftigkeit wird am schlimmsten an den Tenderpoints empfunden, bestimmten Druckpunkten, die auch zur einwandfreien Diagnose heran gezogen werden können. Neben chronischen Schmerzen klagen Patienten, die an Fibromyalgie erkrankt sind, vor allem über ständige Müdigkeit. Die Ausprägung dieses Symptoms kann von Konzentrationsstörungen bis hin zu Erschöpfungszuständen, dem sogenannten Fatigue Syndrom, reichen. Weitere Beschwerden, die bei Fibromyalgie sehr häufig auftreten, sind beispielsweise Schwellungsgefühle in Händen und Füßen, Steifigkeitsgefühl am Morgen, Reizmagen, Reizdarm und psychische Probleme wie Depressionen oder Angstzustände.

Die Ursachen
Bisher konnte die Ursache der Krankheit noch nicht geklärt werden. Auch die Mechanismen, die zur Entstehung von Fibromyalgie führen, liegen noch im Dunkeln. Es gibt zahlreiche Erklärungsansätze, die alle noch auf einen Beweis warten. Am wahrscheinlichsten erscheint den meisten Wissenschaftlern die Möglichkeit einer Ursache im zentralen Nervensystem. Der Weichteilrheuma könnte eine Störung der Schmerzverarbeitung zugrunde liegen, die wiederum eine verringerte Schmerzschwelle verursacht. Auffällig ist aber auch die Häufung von psychischen Leiden bei Patienten mit Fibromyalgie. Die Forschung konnte bisher nicht belegen, ob diese Störungen eine Ursache oder eine Folge der Erkrankung darstellen.

Therapiemöglichkeiten
Da die Erkrankung grundsätzlich nicht heilbar ist, konzentriert sich die Behandlung im wesentlichen auf die Linderung der Symptome. Dabei stehen die Schmerzen im Vordergrund, da sie für die Betroffenen die größte Belastung ausmachen. Das bedeutet in vielen Fällen die lebenslange Einnahme von Medikamenten. Für die Therapie der Schmerzen bei Fibromyalgie werden vor allem Antidepressiva erfolgreich eingesetzt. Außerdem haben Mittel aus der Gruppe der Antiepileptika sich bei manchen Patienten als hilfreich erwiesen. Die zweite Säule der Behandlung von Weichteilrheuma besteht aus physiotherapeutischen Anwendungen und Sport. Dabei steht ein Herz-Kreislauf-Training mit Hilfe von Ausdauersportarten im Vordergrund. Massagen und Entspannungstechniken bilden eine sinnvolle Ergänzung dieser Therapiemaßnahmen.
Wegen der häufigen psychischen Erkrankungen, die zusammen mit der Fibromyalgie in Erscheinung treten, wird zur Behandlung ebenfalls eine Psychotherapie empfohlen. Einerseits ist die Belastung der Patienten durch die anhaltenden, chronischen Schmerzen enorm, andererseits können psychische Störungen auch als Ursache der Krankheit nicht ausgeschlossen werden.