Weidenrindentee - natürliches Schmerzmittel

Weidenrindentee wirkt fiebersenkend und schmerzstillend.


Viele Menschen kennen Weiden vor allem als Osterdekoration oder als malerische Trauerweiden im Park. Doch die Weide kann mehr, sie wird seit Urzeiten vom Menschen intensiv genutzt und auch als Heilpflanze eingesetzt.

Herkunft und Verbreitung
Die Weide existiert in mehr als vierhundert verschiedenen Arten. Weiden sind auf der gesamten nördlichen Halbkugel von den gemäßigten Zonen bis in arktische Breiten heimisch. Sie gehören zu den Laubbäumen. Weiden bevorzugen feuchte Böden, weshalb man sie häufig in Niederungen, an Fluß- und Seeufern und als Pionierpflanze auf Schwemmland findet. Die Weide ist eine alte Nutz- und Heilpflanze. Die schnell wachsenden Bäume liefern mit ihren flexiblen Zweigen bis in die Gegenwart die Zutaten für die Korbmacher und -flechter, doch bereits in prähistorischer Zeit nutzten die Menschen Weidenzweige, um daraus Reusen für den Fischfang, Körbe und Wände für ihre Behausungen zu flechten. Der Bast der Weidenrinde diente als Rohstoff für Seile und Netze, das Laub als Viehfutter. Heutzutage wird sie zur Bodenbefestigung an Hängen genutzt, die sie mit ihren langen Wurzeln stabilisiert. Außerdem wächst die Weide so schnell, dass sie als nachwachsender Energieträger genutzt werden kann. Die Weide ist auch als Heilpflanze bekannt, ihre heilende Kraft steckt in der Rinde.

Weidenrindentee hilft bei Fieber und Kopfschmerzen
Weidenrinde enthält Gerb- und andere Stoffe, die entzündungshemmend wirken und zur unterstützenden und lindernden Therapie von chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma und Arthrose in Frage kommen. Die Inhaltsstoffe der Rinde wirken außerdem harntreibend und sind zur Durchspülung der Nieren und Harnwege und dem Abtransport von Giftstoffen geeignet. Auch in dieser Wirkungsweise unterstützten sie die Behandlung von Rheuma und Arthrose. Doch der heilkundlich interessanteste Inhaltsstoff der Weidenrinde ist Salicin. Salicin wird im Körper zu Salicylsäure oder genauer Acetylsalicylsäure, verstoffwechselt. Acetylsalicylsäure (ASS) ist der einzige Inhaltsstoff des weltweit erfolgreichsten Medikaments: Aspirin. Als Weidenrindentee eingenommen wird die Acetylsalicylsäure in ihrer Wirkung durch die anderen Inhaltsstoffe des Tees sogar noch verstärkt. ASS wirkt schmerzstillend, antirheumatisch, fiebersenkend, entzündungshemmend und blutverdünnend. Weidenrindentee ist damit auch überall dort anwendbar, wo Aspirin zum Einsatz kommt. Der Aufguss hilft bei Fieber, Kopf- und anderen Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Rheuma und Arthrose sowie vorbeugend gegen Venenleiden.

Zubereitung
Weidenrindentee ist leicht zubereitet, einen wesentlichen Unterschied zu anderen Heiltees gibt es jedoch. Nehmen sie einen gehäuften Teelöffel Weidenrinde und übergießen Sie ihn mit einem Viertelliter kaltem Wasser. Dieser Aufguss wird langsam bis zum Siedepunkt erhitzt. Nach dem Aufkochen nehmen Sie den Sud sofort vom Herd und lassen ihn fünf Minuten ziehen. Nach dem Abseihen ist der Tee mit der Kraft des natürlichen Aspirins trinkfertig. Bitte beachten Sie: In der Schwangerschaft ist Weidenrindentee verboten!