Weinkunde: Die Basics

Weib und Gesang brauchen Sie nicht, Ihnen reicht bereits Wein? Erfahren Sie in unserer Weinkunde die wichtigsten Infos rund um den Rebensaft.


Kaum ein Getränk provoziert so leidenschaftliche Reaktionen wie der Wein. Liebhaber gehen in der Welt der Weine auf, legen sich Weinthermometer, Dekantierer und sogar spezielle Weinkühlschränke für die optimale Lagerung zu. Nebenbei erlernen sie das entsprechende Vokabular um den besonderen Geschmack eines Rot- oder Weißweins beschreiben zu können. Genau das sorgt bei bekennenden Biertrinkern für Unmut – für sie sind Weinliebhaber schnell arrogante Snobs, die sich für etwas Besseres halten. Mit unserer Weinkunde werden auch Sie zum erfahrenen Kenner.

Lecker und auch noch gesund?!
Dabei sollten wir alle ein wenig mehr Wein trinken. Schließlich kann das sogar gesundheitliche Vorteile haben. Man spricht vom “french paradox“: In Frankreich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, trotz regelmäßigem Weingenuss, nahezu unbekannt. Erklären lässt sich dies natürlich vor allem im gemäßigten Genuss. Statt möglichst viel zu trinken, geht es den Franzosen eher um das langsame Genießen. Sie trinken nur ein Glas Wein, statt die ganze Flasche am Abend. Doch auch die Inhaltsstoffe sind gar nicht mal so schlecht. Ein Viertelliter Weißwein deckt etwa zwölf Prozent des Kaliumbedarfs und zehn Prozent des Magnesium- und Eisenbedarfs. Auch Mangan, Kupfer, Vitamin C sowie das Vitamin B6 stecken im Rebensaft, nebenbei wirkt der Wein auch noch cholesterinsenkend. Allerdings besteht dennoch die Gefahr einer Leberzirrhose, oder von Magen- beziehungsweise Speiseröhrenkrebs – so ganz gesund kann Alkohol schließlich nie sein.

Wie entsteht der Geschmack?
Jeder Wein schmeckt anders, generell wird er aus dem vergorenen Saft der Weinreben hergestellt. Der Geschmack ergibt sich aus etwa 1.000 unterschiedlichen Komponenten. Entscheidend ist hierbei unter anderem das Anbaugebiet, sowie die Rebsorte. Auch die Beerenverarbeitung oder die Gärung können sich auf den Geschmack auswirken, die Lagerung hat ebenfalls Einfluss.
Generell zählt man zu Wein zum einen den klassischen Rot-, Weiß- oder auch Roséwein. Doch auch der Schaumwein – hierzu gehört unter anderem Sekt und Champagner – und der verstärkte Wein, also Sherry, Portwein, Madeira, Masala, sind Weine.

Richtig lagern...
Theoretisch sollte Wein natürlich im Keller lagern. Auf jeden Fall sollte der Raum kühl und abgedunkelt sein, eine Lagerungstemperatur von 10 bis 15 Grad ist optimal. Sorgen Sie dafür, dass diese konstant gehalten wird. Lagern Sie die Flaschen liegend, so wird der Korken feucht gehalten. Luftzug verhindert Pilzbildung des Korkens.

...und trinken
Rotwein sollte vor dem Trinken atmen, das heißt, man gibt dem Wein Zeit mit dem Luftsauerstoff Verbindungen einzugehen. Die beste Trinktemperatur ist abhängig von der Art des Weines: Weißwein wird sehr kühl getrunken, optimal sind acht bis zwölf Grad, Rotwein darf dagegen zwischen 16 und 18 Grad warm sein.

Die wichtigsten roten Rebsorten

  • Merlot
  • Syrah
  • Cabernet Sauvignon
  • Tempranillo
  • Grenache
  • Spätburgunder
  • Zinfandel
  • Sangiovese
  • Nebbiolo

Und die wichtigsten weißen Rebsorten

  • Riesling
  • Chardonnay
  • Sauvignon Blanc

Es gibt sowohl sortenreine Weine als auch Verschnitte. Diese sind jedoch keineswegs minderwertig. Im Châteauneuf-du-Pape können beispielsweise bis zu 13 verschiedene Grundweine stecken. Weinkunde für Laien - erfahren Sie in den folgenden Artikeln alles rund um den leckeren Traubensaft.