„Das wunderbarste von all dem, was im Menschen ist, ist sein Herz, denn es ordnet sein ganzes Wesen“, steht in den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht geschrieben. Der Weißdorn hilft dabei das Herz gesund zu halten. Schon der Alchemist Paracelsus setzte den Weißdornbeerwein als Herztherapeutikum ein. So gilt der Weißdorn auch im Allgemeinen als Schutzpflanze. Der Dornenbusch umgibt Haus und Hof und bietet Tieren einen sicheren Unterschlupf. Aber auch für den menschlichen Körper ist der Weißdorn zu einer unverzichtbaren naturheilkundlichen Medizin geworden.
Herkunft und Verbreitung
Der Weißdorn zählt zur Familie der Rosengewächse und kann drei bis acht Meter hoch werden bei einem Alter von bis zu 500 Jahren. Anzutreffen ist er in ganz Europa. Um den höchsten Wirkstoffgehalt zu erzielen, müssen die Blüten und Blätter von April bis Mai geerntet werden. Die Früchte, die etwa so aussehen wie kleine Miniaturäpfel werden hingegen zwischen September und Oktober gesammelt. Sie dienen nicht zur Teezubereitung. Aus den Früchten werden dafür Mus, Wein oder Fertigarzneimittel zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems hergestellt.
Wirkungsweise
Entgegen der schnellen Wirkung des Fingerhutes, unterstützt der Weißdorn das Herz über einen längeren Zeitraum und in allen Phasen. Die Wirkung ist nachhaltig und Nebenwirkungen sind keine bekannt. So dient der Weißdorn der besseren Durchblutung der Herzkranzgefäße. Dies begünstigt eine effizientere Sauerstoffaufnahme und Beschwerden bei Verengungen von Arterien werden gelindert. Außerdem schützt er vor aggressiven Sauerstoffradikalen und hilft gegen Bluthochdruck, indem er für die Entspannung der Gefäße sorgt.
Zubereitung
Die Anwendung von Weißdorntee ist nicht zur Behandlung von akuten Herzerkrankungen geeignet, sondern ist vielmehr als Prophylaxe und zur Stärkung des Herzens gedacht. Die Zubereitung des Tees ist dabei nicht kompliziert. Ein Teelöffel der Blüten samt Blättern wird mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht. Anschließend sollte der Tee zugedeckt noch etwa 15 Minuten ziehen bevor er abgegossen wird. Zum Süßen kann man Honig verwenden. Der Weißdorntee kann über mehrere Monate als Langzeittherapie getrunken werden. Drei bis vier Tassen am Tag reichen aus. Selbstverständlich lässt sich der Tee auch mit anderen Kräutern wie Melisse, Schafgarbe oder Rosenblüten kombinieren.