Weißer Hautkrebs - Hinweise für Betroffene

Weißer Hautkrebs ist besonders gut im Frühstadium zu behandeln und es stehen viele Therapieformen zur Wahl.


Weißer Hautkrebs umfaßt das Basaliom (Basalzellkrebs) und das Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom). Beide Arten wachsen langsam und betreffen meistens Patienten ab sechzig Jahren, mittlerweile aber auch jüngere Menschen. Als Auslöser gelten jahrelange Bestrahlung mit UV-Licht wie bei Arbeiten im Freien, häufigem Sonnenbaden und Solariengängen oder äußerlichen Vergiftungen, beispielsweise mit Arsenprodukten. Weißer Hautkrebs kann aber auch an Schleimhäuten und im Geschlechtsbereich auftreten.

Das Basaliom
Das Basaliom wird als Standardbehandlung ambulant operativ entfernt – mit guten Heilungschancen. Unbehandelt entstehen nur selten Metastasen, doch das Basaliom kann angrenzende Gewebe und auch Knorpel und Knochen zerstören. Dann werden größere Operationen notwendig, die entstellend wirken können. Wird ein Basaliom am Kopf nicht behandelt, kann es durch sein fortgesetztes Wachstum tödlich sein. Ist eine Operation nicht möglich, kann man ein Basaliom mittels Kryotherapie (Vereisung) abtöten, mit einer Creme lichtempfindlich machen und dann bestrahlen (Photodynamische Therapie), Ausschürfen (Kürettage), einer Laser- oder einer Röntgenbestrahlung unterziehen. Bei diesen Behandlungsmethoden kann allerdings nicht wie bei einer Operation mikroskopisch kontrolliert werden, ob der Krebs vollständig im Gesunden entfernt wurde. Dann kann er unbemerkt in der Tiefe weiterwachsen. Bestätigt eine Untersuchung die vollständige operative Entfernung des Basalioms, gilt man als geheilt. Bei sehr großen Operationen werden Hauttransplantationen vorgenommen, Teile des Gesichts rekonstruiert oder für das Einsetzen einer künstlichen Nase oder eines Ohrs vorbereitet. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod, der die Immunzellen des Körpers stimuliert, den Tumor selbst zu vernichten.

Das Spinaliom
Die Behandlung des Spinalioms richtet sich nach Größe und Stadium, die operative Entfernung ist Standard. Im Frühstadium, der aktinischen Keratose, sind die Behandlungsmöglichkeiten ähnlich wie beim Basaliom: Cremes mit Imiquimod oder 5-Fluorouracil, photochemische Therapie, Kryotherapie und Röntgenweichbestrahlung. Eine frühzeitige Behandlung ist wegen der besseren Heilungschancen sehr wichtig, denn Spinaliome können ab einem Durchmesser von einem Zentimeter Metastasen bilden, dann kann eine Lymphknotenentfernung und Chemotherapie nötig werden. Rückfälle erkennt man an schuppigen, rauhen und rötlichen Hautstellen und Hauterhebungen, die sich wie Sandpapier anfühlen, aber auch als Ekzeme fehlgedeutet werden können. Weißer Hautkrebs benötigt deshalb eine aufmerksame Nachsorge und Betroffene müssen UV-Licht meiden.