Die Aufgabe eines/einer Softwaretester/-in ist die kompetente Begleitung des Entwicklungsprozesses einer Soft- oder Hardware. Im Laufe dieses Verfahrens prüft der/die Tester/-in, ob die Software den Anforderungen und Qualitätsansprüchen des Kunden entspricht. Auch die kontinuierliche Fehlersuche gehört zum Aufgabengebiet.
Die Weiterbildung zum/zur Softwaretester/-in ist eine staatlich anerkannte Ausbildung. Zu den wichtigsten Lerninhalten gehört das Testmanagement, das heißt alle die Tests betreffenden Tools und Techniken werden erlernt. Außerdem wird die die Einführung von Testtools vermittelt und erklärt, was bei der Auswahl und Einführung solcher Tools zu beachten ist. In der Fortbildung werden die Automatisierung von Testprozessen und die Erarbeitung der Zusammenhänge zwischen Test-, Fehler- und Risikomanagement thematisiert. Teilnehmer/-innen lernen, wie man Tests plant, steuert und priorisiert. Wie sollte sich die Überwachung des Fehlerkorrekturprozesses gestalten und wie wird der Fehlernachtest effizient? Auch die adäquate Protokollierung wird erlernt und die Erstellung einer Fehlermeldung.
Die meisten öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen setzen grundlegende Softwarekenntnisse voraus. Verschiedene Programme bieten eine zertifizierte Prüfung an. So zum Beispiel das „ISTQB Certified Tester“-Programm. Es ist ein anerkanntes, herstellerunabhängiges Aus- und Weiterbildungsschema für Softwaretester, das dafür sorgt, dass fachspezifische Abschlüsse vergleichbar sind. Obwohl für die Teilnahme an einem Kurs Grundkenntnisse reichen, ist es nicht empfehlenswert, die Prüfung ohne Vorkenntnisse und Berufserfahrung aufzunehmen. Nur für Arbeitnehmer/-innen, die schon auf diesem Gebiet gearbeitet haben, ist der Abschluss erstrebenswert.
Finanzielle Unterstützung während der Weiterbildung kann durch einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit geleistet werden. Zudem lassen sich Weiterbildungskosten in Maßen von der Steuer absetzen.