Werbestrategien entwickeln, Ideen und Konzepte gestalterisch umsetzen, Kundenkontakte pflegen und Managementaufgaben tätigen – der Beruf des Art-Directors hört sich sehr aufregend an. Sie leiten Projektteams und tragen die Verantwortung für die kreative Arbeit. Ideen müssen auf den Auftraggeber, das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung und den Kunden abgestimmt sein. Daher muss der kreative Geist auch im Einklang mit kommerziellen Bedingungen funktionieren. Die Arbeit von Art-Directoren bezieht sich auf das Internet, auf Printmedien, Film oder Plakate. Sie arbeiten hauptsächlich in Werbeagenturen, Werbe-, Verkaufs- und PR-Abteilungen von Unternehmen, Grafik-Studios, Verlagen sowie bei den Print-Massenmedien. Ein Art-Director sollte nicht nur über ein großes Talent verfügen, sondern auch dem hohen Erfolgs- und Zeitdruck gewachsen sein.
„Art-Director“ ist kein Ausbildungsberuf. Der klassische Weg hin zu diesem Beruf ist ein akademischer. Vorteilhaft ist ein Studium in Kommunikationsdesign, Grafikdesign oder Visueller Kommunikation. Wenn ein Unternehmen mit der Arbeit eines/einer Absolventen/-in zufrieden ist, kann eine Einstellung als Art-Director erfolgen. Nach einigen Jahren als Junior Art-Director wird man Senior Art-Director und kann sich um den Aufstieg in die Managementetage als Creativ Director bemühen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in der Multimediabranche selbstständig zu machen.
Einige nicht-akademische Bildungseinrichtungen bieten Lehrgänge zum Art-Director an. Auch Menschen, die eine langjährige Berufserfahrung im gestalterischen Bereich, aber keine akademische Ausbildung haben, können daran teilnehmen. Letztlich ist es vom Unternehmen abhängig, wer zum Art-Director berufen wird. Das können, so gesehen, auch Nicht-Akademiker sein, allerdings ist ein Studium die sicherste und beste Voraussetzung.
Für finanzielle Unterstützung im Studium können BAföG und Kindergeld beantragt werden. Studierende mit überdurchschnittlich guten Leistungen können sich zudem um ein Stipendium bemühen. Wird der Zugang in die Multimediabranche über eine Weiterbildungsmaßnahme vorgenommen, können die anfallenden Kosten in Maßen von der Steuer abgesetzt werden. Bei der Bundesagentur für Arbeit kann sich unter anderem über Bildungsgutscheine informiert werden.