Weiterbildung zum Erziehungs- und Familienberater

Informationen zum Erziehungs- und Familienberater


Gerade in Zeiten größerer Hektik und höherer Ansprüche auf allen Sektoren des wirtschaftlichen und privaten Lebens, wo Fragen der Erziehung und Familie oftmals auf der Strecke bleiben, bietet diese Weiterbildungs-maßnahme die Möglichkeit, grundlegende Kompetenzen auf diesem Gebiet zu erwerben.

Weiterbildungsmaßnahme
So hat die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) mit dieser Weiterbildungsmaßnahme ein Konzept entwickelt, dass den hohen Erfordernissen der aktuellen Erziehungs- und Familienberatung Rechnung trägt. Bei der Weiterbildung zum/zur ‚Erziehungs- und Familienberater/in bke’ handelt es sich um eine Zusatzqualifikation entsprechend § 28 SGB VIII. In ihr vereinen sich die gemeinsamen Qualitätsstandards von Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke), Evangelischer Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL) und Evangelischem Zentralinstitut für Familienberatung (EZI). Zudem kann diese Weiterbildung entsprechend der ‚bke’ als gleichwertig zur therapeutischen Ausbildung betrachtet werden.

An wen richtet sich die Weiterbildungsmaßnahme?
Die Weiterbildung richtet sich vorrangig an Berufseinsteiger der Erziehungs- und Familienberatung, aber auch an solche, die ihre beruflichen Qualifikationen weiter ausbauen möchten. Daneben steht auch professionellen Erziehungsberatern mit universitärem Abschluss die Möglichkeit offen, sich mittels dieser Weiterbildung weiterzuqualifizieren.

Weiterbildungsdauer
Die Weiterbildung hat einen Ausbildungsumfang von 81 Tagen, welche über einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren verteilt sind. Die Staffelung der Kurse ist so angelegt, dass viermal jährlich Kurse angeboten werden, wovon drei Kurse fünftägig und elf Kurse sechstägig sind. Zusätzlich müssen die Teilnehmer zu Beginn der Weiterbildung an einer begleitenden 70-stündigen Supervision teilnehmen.

Weiterbildungsinhalte
Durch die dreieinhalbjährige Weiterbildung werden die Teilnehmer/innen mit dem erforderlichen Fachwissen sowie aller notwendigen Handlungskompetenzen ausgestattet. So qualifiziert die Weiterbildung nicht nur zur Beratung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Familien, sondern befähigt ebenfalls zur fallspezifischen, aber auch fallübergreifenden Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen und Einrichtungen.

Weitere Weiterbildungseinrichtungen
Neben diesen Weiterbildungseinrichtungen bieten auch das ‚Institut für Familientherapie, Systemische Supervision und Organisationsentwicklung’ (IFS) Weiterbildungskurse an. Die Zugangsvoraussetzungen sehen entweder einen Hochschulabschluss (oder Fachhochschulabschluss) im Bereich der Humanwissenschaften sowie praktische Erfahrungen im psychosozialen Feld oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit einer mindestens dreijährigen praktischen Tätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Bereich vor. Diese Weiterbildung hat einen Gesamtumfang von 650 Stunden. Nach Abschluss der Prüfungen erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat ‚zum/zur systemischen Familienberater/in’. Mögliche Förderungen über einen Bildungsscheck sind im Vorfeld bei dem jeweiligen Bildungsinstitut zu erfragen.