Weiterbildung zum Ingenieur

Informationen zur Weiterbildung Ingenieur


Nach wie vor kann in Deutschland der Titel des Ingenieurs nur durch ein Hochschulstudium erworben werden. Andere Vorkenntnisse und Qualifikationen, die dem Fach entsprechen (wie zum Beispiel Techniker oder Meister), können nicht für eine Verkürzung der Studienzeit angerechnet werden, obwohl in vielen Fällen schon ein ausreichendes Vorwissen besteht. Wer ein Ingenieursstudium anstrebt, muss daher die volle Studienzeit absolvieren, ungeachtet dessen, ob bestimmte Bereiche dadurch doppelt gelernt werden.

Für staatlich geprüfte Techniker gibt es die Möglichkeit, sich beim „Europäischen Verband höherer Berufe des Ingenieurwesens und der Technik“ (EurEta) registrieren zu lassen. Dadurch wird die Berechtigung erlangt, die Bezeichnung „staatlich geprüfter Techniker qualifiziert zum eureta ing.“ zu führen. Diese Berufsbezeichnung ist in fast allen europäischen Ländern anerkannt, in Deutschland jedoch nicht, da die nötige Ausbildung nicht dem Status des akademisch gebildeten Ingenieurs entspricht. Eine Anerkennung ist bislang auch nicht geplant.
Für fertige Ingenieure bleiben Weiterbildungen auch für die gesamte berufliche Laufbahn von zentraler Bedeutung. Bedingt durch den ständigen technischen Fortschritt gehören in dieser Berufsgruppe lebenslanges Lernen und sehr häufige Fortbildungsmaßnahmen schon zum Berufsbild.

Lehrgänge für Ingenieure sind thematisch oftmals sehr speziell auf bestimmte Fachbereiche zugeschnitten und arbeiten auf einem hohen fachlichen Niveau.

Fortbildungskurse bilden dabei in vielen Fällen die praktische Ergänzung zu den eher theoretisch geprägten Universitätsstudiengängen. In den letzten Jahren werden auch verstärkt Kurse angeboten, die neben dem fachlichen Praxiswissen auch verstärkt auf wirtschaftliche Gesichtspunkte eingehen und den Absolventen auf diese Art ein noch umfangreicheres Wissen zur Verfügung stellen sollen.

Aktuelle Studien belegen, dass für den Erfolg von Ingenieuren in besonderem Maße die Bandbreite des Wissensstandes von maßgeblicher Bedeutung ist. Personen, die sehr lange nur in einem speziellen Nischenbereich tätig sind, über einen sehr hohen Spezialisierungsgrad verfügen und nur wenig Kontakt mit angrenzenden technischen Disziplinen hatten, haben es oft schwer, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. In vielen Fällen droht bei über 40-jährigen Ingenieuren die Arbeitslosigkeit.

Eine lebenslange Weiterbildung, der Blick auf die Weiterwicklung von Technologien und eine möglichst hohe Bandbreite der Weiterbildung sind unerlässlich, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten.
Federführend in der Weiterbildung sind sicherlich die Fraunhofer-Institute. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe von privaten Anbietern, die eine große Zahl von Schulungen und Kursen für Ingenieure anbieten.