Weiterbildung zum Restaurator

Informationen zur Weiterbildung Handwerk


Der Tätigkeitsbereich des Restaurators ist ebenso spannend wie auch verantwortungsvoll. Nicht nur, dass der Restaurator es mit meist alten und somit wertvollen Objekten zu tun hat, es handelt sich oftmals bei diesen Objekten auch um Originale. Somit ist ein hohes Verantwortungsbewusstsein gefragt, denn ein falscher Handgriff kann sich verehrend auf den Bestand jener Werke auswirken.

Um dies alles zu beherrschen, ist im Rahmen der Restaurator-Weiterbildung eine akademische Ausbildung notwendig. Durch solch ein Hochschulstudium wird der angehende Restaurator in die Lage versetzt, ein Objekt von der Voruntersuchung, Analyse sowie Konzeptentwicklung über die eigentliche Konservierung oder Restaurierung bis hin zur notwendigen Dokumentation und weiterführenden Betreuung zu begleiten. Diese Befähigung richtet sich dabei nach wissenschaftlich-methodischen und künstlerisch-technischen Grundsätzen aus. Zudem ist die Fachhochschulausbildung praxisorientiert ausgerichtet. Darüber hinaus ist die Fähigkeit zum Dialog mit anderen Disziplinen eine sehr wichtige Voraussetzung.

Neben umfassenden handwerklichen Fähigkeiten, werden Restauratoren/-innen ebenfalls geschult in Disziplinen wie:

  • Künstlerisches Einfühlungsvermögen
  • Detaillierte Kenntnisse von historischen Erscheinungsformen ihrer Objekte und deren Materialien (kunsthistorischen Überblick)
  • Fundiertes chemisches und physikalisches Wissen sowie Kenntnisse anderer Nachbarwissenschaften

Doch neben der Fachhochschulausbildung zum Restaurator besteht auch die Möglichkeit einer nicht-akademischen berufsbegleitenden Weiterbildung. Diese Weiterbildung dauert 18 Monate und richtet sich vorwiegend an Handwerksmeister.

Die Weiterbildung umfasst neben dem Studium historischer Bautechniken sowie Stilkunde ebenfalls ausbildungsbegleitende praktische Übungen. Dabei erfolgt die berufliche Fortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Außerdem ist die Abschlussprüfung durch Rechtsvorschriften der Handwerkskammern geregelt.
Schließlich wird die Weiterbildung zum Restaurator im Handwerk in folgenden Fachrichtungen angeboten:

  • Buchbinderhandwerk 
  • Gold- und Silberschmiedehandwerk
  • Maler- und Lackiererhandwerk
  • Maurerhandwerk
  • Metallbauerhandwerk
  • Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk
  • Parkettlegerhandwerk
  • Raumausstatterhandwerk
  • Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
  • Stuckateurhandwerk
  • Tischlerhandwerk
  • Uhrmacherhandwerk
  • Vergolderhandwerk
  • Zimmerhandwerk

Fragen zu möglichen Förderungen sollten an die jeweilige Bildungseinrichtung gestellt werden.