Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen: ein Überblick

Es gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen, wobei es sich im Falle einer Weiterbildung um eine Statusänderung handelt.


Die Fortbildung ist eine Maßnahme, bei der bestehende Kenntnisse berufsspezifisch vertieft oder erweitert werden, während die Weiterbildung eine Neu- oder Zusatzqualifikation darstellt. Die Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen sind vielfältig und eröffnen neue berufliche Perspektiven. Vom Grundsatz her gehört das Berufsbild der Erzieherin zur Sozialpädagogik.

Berufsbild und Qualifikation der Erzieherin

  • Zu den Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen gehören Neu- oder Zusatzausbildungen, die in den Bereich der Sozialpädagogik fallen. Das heutige Berufsbild des Erziehers gibt es erst seit 1990, es handelt sich um eine Zusammenfassung von ursprünglich drei verschiedenen Berufen.
  • Bis 1928 gab es neben der Kindergärtnerin auch die Hortnerin, ab 1962 verschwand die Jugend- und Heimerzieherin als eigenständiger Beruf. Zum Einsatz kommen Erzieherinnen in Kindergärten und anderen Kindertagesbetreuungsstätten sowie in der Heimerziehung und in Freizeit- und Ferieneinrichtungen, wobei über fünfzig Prozent in Kindergärten arbeiten.
  • Um den Beruf der Erzieherin ergreifen zu können, ist ein mittlerer Bildungsabschluss sowie eine berufspraktische Vorbildung notwendig, die dreijährige Ausbildung erfolgt an einer Fachschule für Sozialpädagogik. Mit dem Abschluss erhält die Erzieherin die länderübergreifende Qualifikation, als Fachkraft der Sozialpädagogik eigenverantwortlich in der Jugendhilfe zu arbeiten. Durch die Vielzahl der Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen besteht die Möglichkeit einer Spezialisierung in einem bestimmten Bereich.

Erzieherin – ein Beruf mit vielen Möglichkeiten

  • Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist der Beruf der Erzieherin nicht auf Kindergarten und Tagesbetreuungsstätten beschränkt. Mithilfe der speziellen Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen eröffnen sich auch gute Chancen in anderen Bereichen.
  • So sind zum Beispiel Entspannungspädagogen als Motivationstrainer für Kinderfitness auf Kreuzschiffen oder in Hotelanlagen als Kinderanimateure zu finden, an Kunstschulen als Musik- oder Theaterpädagogen, in Gesundheitszentren als Life-Balance-Berater oder in Fitnessstudios als Meditations- und Entspannungstherapeuten.
  • Für den medizinischen Bereich gibt es die Weiterbildung zum Gesundheitspädagogen, zum Therapeuten in der Motopädie und Psychomotorik oder zum Sprachpädagogen.
  • Im weitesten Sinn gehören auch der Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen sowie das Spezialgebiet frühkindliche Entwicklung in den Bereich des Gesundheitswesens.
  • Tätigkeiten für fachlich weitergebildete Erzieherinnen finden sich bei der Ausdrucksgestaltung, der Basisförderung im mathematischen Bereich für Vorschulkinder, der kreativen Soziotherapie mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche, der Gesprächsführung, dem Punktgenau-Coaching, der Naturspielpädagogik und der KLAX-Fachpädagogik.
  • Im Gegensatz zum vergangenen Jahrhundert werden Erzieherinnen immer häufiger bei der Arbeit mit Straßenkindern und Jugendlichen oder bei der Betreuung von Suchtkranken eingesetzt, die verschiedenen Qualifikationen machen es möglich.
  • Durch die Vielzahl der Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen bieten sich auch persönlich große Chancen. Sie können Ihre Ausbildung an Ihre Fähigkeiten und Begabungen anpassen und sich darin gezielt schulen lassen. Der Beruf ist nicht mehr nur auf Kindertagesstätten beschränkt, der Einsatz der Erzieherinnen ist inzwischen branchenübergreifend.