Weitere Asthma Tests

Neben dem Peak-Flow stehen dem Arzt weitere Asthma Tests zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem das Röntgen, die Bronchospasmolyse oder die Blutanalyse.


Neben dem Peak Flow Verfahren gibt es noch viele weitere Asthma Tests, auf die der Arzt bei der Asthma Diagnose zurückgreifen kann.

Der Provokationstest

Um das Ausmaß des Asthmas beziehungsweise die Empfindlichkeit der Lunge zu prüfen, kann der Arzt einen Provokationstest durchführen. Dazu stehen ihm zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Bei der ersten Variante muss der Patient bronchienverengende oder -reizende Stoffe, wie Histamin oder kalte Luft, inhalieren. Die Konzentration/Kälte wird dabei schrittweise angehoben, bis der Patient einen Asthmaanfall erleidet. Die Konzentration des reizenden Stoffes, die für die Provokation des Anfalls nötig ist, ist ein Maß für die Empfindlichkeit der Lunge. Diese Methode sollte jedoch immer unter strenger Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden, da mitunter schwere, lebensbedrohliche Asthmaanfälle ausgelöst werden können. Auch die zweite Verfahrensweise sollte nur unter Beobachtung erfolgen. Mittels dieser soll das Belastungsasthma genauer eingeschätzt werden. Der Patient muss auf einem Laufband solange laufen, bis der FEV1-Wert um mehr als zehn Prozent abfällt. Das Tempo und der Schweregrad werden auch hierbei immer weiter erhöht.
 
Bronchospasmolysetest
Diese Asthma Tests stellen fest, ob sich die Bronchien mithilfe von Medikamenten erweitern lassen. Spätestens ein paar Tage nach der Einnahme von entzündungshemmenden Arzneien dürfte dieser Test positiv ausfallen. Die Möglichkeit der Erweiterung der Bronchien durch Medikamente ist sehr wichtig, um einem Asthmaanfall kurzfristig entgegenwirken zu können.
 
FENO
Dieser Test stellt den Stickoxidgehalt der ausgeatmeten Luft fest und ist ein Maß für die Schwere der Entzündungen in der Lunge. Je schwerer das Asthma ist, desto höher ist der Stickoxidanteil in der Ausatemluft. Auf diese Weise lassen sich neue Entzündungen, aber auch eine Besserung des Asthmas frühzeitig feststellen.

Blutanalyse
Durch eine Blutanalyse kann der Arzt den Sauerstoffgehalt im Körper feststellen und eine eventuelle Unterversorgung erkennen. Gut behandelte Asthmatiker sollten keinen Mangel an Sauerstoff aufweisen. Dies kommt gelegentlich nur bei schwerem Asthma vor.
 
Röntgen
Eventuell wird der Arzt eine Röntgenaufnahme der Lunge veranlassen, um ähnliche Erkrankungen – wie einen Pneumothorax (Luft dringt zwischen die Schichten des Bauchfells. Teile der Lunge kollabieren → Atemnot) – auszuschließen.