Auslöser von Kopfschmerzen durch Alkohol
Wer öfter mal „einen über den Durst“ trinkt, hat sicherlich schon das ein oder andere Mal die Bekanntschaft mit dem berühmten „Kater“ gemacht. Er äußert sich durch allgemeines Unwohlsein, ein flaues Gefühl im Magen, Appetitlosigkeit und eben auch ganz besonders durch Kopfschmerzen. Bis zu drei Tage lang können dadurch sogar die geistigen und motorischen Fähigkeiten eingeschränkt sein. Sogar Angstzustände und depressive Verstimmungen resultieren bei einigen Betroffenen daraus.
Was passiert im Körper?
Auslöser von Kopfschmerzen ist die Entwässerung und somit Austrocknung des Körpers. Das fehlende Wasser bezieht der Körper dann aus dem Blutkreislauf, was Kopfschmerzen verursachen kann. Dadurch erleidet der Körper einen Mineralstoffverlust, der den Ionenhaushalt stört. Aufgrund einer Reduzierung des Glukoseanteils im Blut wird außerdem der Körper entkräftet. Um die Austrocknung so gut wie möglich zu verhindern, ist es ratsam, während des Alkoholkonsums stets auch Wasser zu trinken. Der Alkohol lässt mehr Wasser ausscheiden, als ihm zugeführt wird. Das Essen fettiger Nahrung vor dem Alkoholgenuss stützt den Mineralstoffspiegel, sodass bei dem anschließenden Konsum der Genussmittel nicht zu viele Mineralstoffe entzogen werden. Außerdem kommt es sehr stark auf die Art des Alkohols an. So haben zum Beispiel die bei den Jugendlichen sehr beliebten Alkopops, aber auch billige Weine einen hohen Anteil an Fuselalkoholen. Diese Fuselöle sind ein Nebenprodukt der Gärung und dienen als Geschmacks- und Aromaträger. Im Körper des Menschen werden sie zu Giftstoffen abgebaut und haben Einfluss auf die Herzleistung und die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Dies führt zum allseits bekannten „Kater“. Bei sehr hohen Dosierungen können sogar Erblindung oder lebensgefährliche Vergiftungen die Folge sein.
Kopfschmerzen beim Geschlechtsverkehr
Viele Menschen klagen über Kopfschmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr. Überwiegend Männer sind davon betroffen. Der Kopfschmerz setzt überraschend und ohne „Ankündigung“ ein. Oft setzen die Schmerzen explosionsartig kurz vor dem Orgasmus ein, wodurch dieses eigentlich schöne Erlebnis nicht selten zur Qual wird. Ungefähr 70 Prozent der Betroffenen leiden unter dieser Form des Geschlechtskopfschmerzes. Etwa 25 Prozent kämpfen mit Kopfschmerzen, die mit dem Nähern des sexuellen Höhepunkts ansteigen. Von heftigen Kopfschmerzen nach dem Orgasmus, die in manchen Fällen sogar noch Tage nach dem Geschlechtsakt zu spüren sind, berichten die übrigen fünf Prozent.
Sexkopfschmerz in Verbindung mit Migräne
Migränepatienten sind besonders häufig von den Kopfschmerzen beim Geschlechtsverkehr betroffen. Dies äußert sich besonders bei Migränepatienten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Es wird vermutet, dass wie bei der Migräne das Gehirn anfälliger für Stressfaktoren ist. Die Adern im Gehirn nehmen zum Beispiel Blutdruckanstieg oder einen angestiegenen Kohlendioxidspiegel im Blut nur bedingt wahr. In Familien, die mehrere Fälle von Sexkopfschmerzen vorweisen können, ist das Auftreten dieser ebenfalls häufiger.